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Ludwigsfelde Zum Jahresende ist Schluss
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17:15 21.11.2019
Hans-Joachim Scheitzbach auf einer seiner insgesamt zehn Kutschen. Quelle: Udo Böhlefeld
Ludwigsfelde

Am Sonntag gastiert Hans-Joachim Scheitzbach zum letzten Mal im Klubhaus Ludwigsfelde: Der Solocellist tauscht dann die Musik gegen den Kutschbock. Vor wenigen Tagen erst hat Hans-Joachim Scheitzbach seinen 80. Geburtstag gefeiert. Nun will der leidenschaftliche Musiker aus Woltersdorf aufhören, bietet sein Cello bereits zum Verkauf an. Nur noch wenige Auftritte gibt es zu Weihnachten und am Jahresende.„Am Silvesterabend habe ich in der Schlosskirche im benachbarten Schöneiche mein letztes Konzert. Danach wird das Cello verkauft“, beharrt der Künstler trotz mancher Nachfrage, in die sich Zweifel mischen. Noch könne er alles spielen, aber auf Dauer gebe das der Körper nicht mehr her. „Ich müsste ja weiter jeden Tag üben. Wenn ich das nur mal vier Wochen nicht mache, dann funktioniert das nicht mehr richtig.“

Viel als Moderator unterwegs

Man mag ihm kaum glauben, aber er hat bereits im August allen Partnern geschrieben, dass er zum Ende des Jahres Orchestergraben und Bühne verlässt. Ob er dabei virtuos den Bogen über die Saiten streicht, oder ob es um die zahlreichen Veranstaltungen im Berliner und Brandenburger Raum geht, bei denen er als Moderator erfolgreich klassische Musik einem breiten Publikum näher bringt. Denn auch die Reihe „Klassik Populär“ mit Hans-Joachim Scheitzbach findet damit ein – zumindest vorläufiges – Ende. Interesse, sie künftig weiterzuführen, gibt es zwar, und Scheitzbach hilft auch dabei. Aber ohne seine in Zukunft wegfallenden professionellen Kontakte sei die Organisation zu aufwendig und zu teuer.

Schon früh beim Gewandhausorchester

Hans-Joachim Scheitzbach, 1939 in Leipzig geboren, spielt seit seinem elften Lebensjahr Cello. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in seiner Heimatstadt. Bereits mit 21 Jahren erhielt er ein Engagement beim Leipziger Gewandhausorchester, gleichzeitig wurde er Mitglied des Leipziger Streichquartetts. 1967 wurde er Solocellist der Sächsischen Staatskapelle in Dresden, ein Jahr später ging er an die Komische Oper Berlin. Damit verbunden zog Familie Scheitzbach nach Woltersdorf, von wo aus der Cellist Musikhäuser in aller Welt bereist und seitdem Kammermusik- und Serenadenkonzerte bis in die entlegensten Winkel Brandenburgs organisiert. Er machte Rundfunk und Schallplatten und erhielt 1980 den Kunstpreis der DDR.

Sechshändig am Klavier

In der Reihe„Klassik populär“ führt Hans-Joachim Scheitzbach am Sonntag durch das Programm.

Nach der Devise „das macht Spaß“ werden Werke wie die Ouvertüre zu Mozarts Figaro, Chatschaturjans Säbeltanz, die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms und andere „Sechshändig am Klavier“ interpretiert.

Die Veranstaltung im Großen Saal des Klubhauses Ludwigsfelde, beginnt um 15 Uhr. Einlass ist bereits ab 14 Uhr.

Der Eintritt beträgt 13, ermäßigt 11 Euro, Kinder bis einschließlich 12 Jahren zahlen 5 Euro.

Kurz vor dem Abschluss seiner Karriere dankt er seinen Weggefährten und Helfern, die ihn in den sechs Jahrzehnten unterstützt haben. Jetzt hat er andere Pläne: Die Familie mit Frau Sigrid, zwei Kindern, acht Enkeln und vier Urenkeln braucht ihn. Und hinter dem Haus der Familie, wo es schon heute wie ein Reiterhof mit Stallung und kleiner Koppel aussieht, steht, was künftig seine freie Zeit in Anspruch nehmen wird. In einem Unterstand parken zwei von insgesamt zehn Kutschen, mit denen er regelmäßig Ausfahrten macht oder die er mit den beiden Pferden Tina und Olli bei entsprechenden Anlässen an der nicht weit entfernten Rennbahn Hoppegarten vorführt.

Von Udo Böhlefeld

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