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Ludwigsfelde Geschlossen wegen Personalmangels
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Geschlossen wegen Personalmangels
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18:44 09.02.2020
Das Museum ist derzeit geschlossen. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Seit Weihnachten ist das Stadt- und Technikmuseum gleich neben dem Bahnhof Ludwigsfelde geschlossen. Der Grund: Der Stadt fehlt es an Personal.

Ein handgeschriebener Zettel an der Tür informiert seit Wochen darüber, dass das Museum bis auf weiteres geschlossen ist. Nur länger geplante Führungen finden im Moment noch statt. Für zufällig vorbeikommende Gäste etwa aus Berlin oder dem Umland, die nicht zuvor auf der Internet-Seite des Museums nachgesehen haben, bleiben die Türen geschlossen. „Leider ist die Personalsituation auch im Museum angespannt“, erläutert Kevin Senft, Pressesprecher von Ludwigsfelde, die Situation.

Notbetrieb

Zurzeit wird eine Art Notbetrieb mit lediglich einer Mitarbeiterin aufrecht erhalten. Die darf alleine das Museum nicht öffnen, denn sie kann nicht gleichzeitig den Kassenbetrieb sicherstellen und die Exponate im Museum beaufsichtigen. Die Stadt sucht nun erst einmal nach weiteren Arbeitskräften mithilfe einer Zeitarbeitsagentur. „Schnellstmöglich“, so Kevin Senft, „arbeitet die Stadtverwaltung daran, Abhilfe zu schaffen, so dass sich die Situation hoffentlich Mitte bis Ende Februar wieder entspannt.“

Ausschreibung erst nach Übergangsfrist

In der Stadtbibliothek und im Museum werde der Betrieb temporär mit Zeitarbeitskräften am Laufen gehalten, so der Pressesprecher. In beiden Bereichen werden zwar lediglich Teilzeitstellen besetzt, es fehlen offensichtlich trotzdem die geeigneten Bewerber. Hausmeister würden im Auftrag der Stadt ebenfalls übergangsweise im Gebäudemanagement eingesetzt, diese arbeiten in Vollzeit. Öffentlich ausgeschrieben werden die Stellen aber erst nach einer Übergangsfrist. Dabei werden die jeweiligen Leiharbeitnehmer mindestens nach dem im Brandenburgischen Vergabegesetz geforderten Mindestlohn von 10,68 Euro je Stunde bezahlt.

Lückenlose Industriegeschichte

Das ehemalige Bahnhofsgebäude wurde 2002 zum Museum umgebaut und 2012 um einen modernen Anbau erweitert. Mit der Bahn an- und abreisende Besucher können sich fast lückenlos über die Industriegeschichte der Stadt informieren, wenn das Museum geöffnet ist. Auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Fahrzeuge aus der Vor- und Nachwendezeit präsentiert, darunter der erste IFA W50 aus dem Jahr 1965. Nutzfahrzeuge von Mercedes Benz, historische und modernste Flugzeugmotoren, aber auch Motorroller aus der Ludwigsfelder Produktion gehören zu den Ausstellungsstücken in dem bei Technikfreunden beliebten Museum. Die Galerie im Obergeschoss des Neubaus wird für Themenabende zur Industriegeschichte, Podiumsgesprächen und Tagungen genutzt.

Fachkräftemangel zieht Kreise

Der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst in Ludwigsfelde zieht offenbar immer weitere Kreise. So musste die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) Anfang Januar die Stadtbuslinie 708 „bis auf weiteres“ einstellen. Hoher Krankenstand auf der einen, aber auch grundsätzlich fehlendes Personal führte die VTF als Grund für die vorläufige Einstellung der Buslinie im Ludwigsfelder Stadtgebiet an. Gleichzeitig fehlen Erzieher für mindestens 150 Kinder in Kindertagesstätten freier Träger. Dem versucht die Stadt beizukommen, indem sie Personal aus städtischen Einrichtungen vorübergehend ausleiht. Eine endgültige Lösung ist das aber wohl nicht. Prognosen zufolge braucht Ludwigsfelde bis zum Jahr 2025 insgesamt etwa 400 Kita-Plätze – und das Personal dafür.

Von Udo Böhlefeld

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