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Ludwigsfelde Stromspar-Check hilft armen Haushalten
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Stromspar-Check hilft armen Haushalten
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00:31 11.05.2019
Verena Blumrich (GAG) mit den Beratern Frank Schmiel und Andrea Julemann Quelle: Melanie Breitkopf
Ludwigsfelde

Strom sparen und etwas Gutes für die Umwelt tun – darum kümmert sich der Stromspar-Check im Landkreis Teltow-Fläming. Der Check unterstützt bedürftige Menschen und bietet eine kostenlose Beratung zu Energiesparpotenzialen im eigenen Haushalt an. Alle Menschen, die nachweislich Leistungen vom Staat wie zum Beispiel Wohngeld beziehen, können das Angebot in Anspruch nehmen.

Projekt bis 2022 gesichert

Das Bundesumweltprojekt werde von der gemeinnützigen Arbeitsfördergesellschaft Klausdorf gGmbH (GAG) bis 2022 weitergeführt, sagt Doreen Zeisig. Sie arbeitet als pädagogische Fachkraft bei der GAG und ist die Leiterin des Projekts. Seit 2017 haben die von der GAG ausgebildeten Stromsparhelfer schon über 250 Haushalte im Landkreis Teltow-Fläming beraten. Auch nach der Verlängerung des Projekts konnten schon wieder neue Erfolge erzielt werden. „Geld sparen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz tun, ist der richtige Ansatz“ lobt auch Stefan Seewald, Klimaschutzmanager der Stadt Ludwigsfelde, das Projekt.

Berater waren selbst langzeitarbeitslos

Andrea Julemann und Frank Schmiel sind die beiden Berater, die als Stromsparhelfer in ganz Teltow-Fläming im Einsatz sind. Durch das Programm haben sie den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit gefunden. Vor Beginn ihrer Tätigkeit haben sie an einer intensiven Schulung teilgenommen. „Die beiden Berater sind absolute Fachleute, in dem was sie da tun“, sagt Doreen Zeisig. Dadurch, dass die beiden Stromsparhelfer die Situation der Arbeitslosigkeit kennen, finde die Beratung auf Augenhöhe statt, sagt die Projektleiterin.

Bericht über Haushalt wird verfasst

Interessierte können über die GAG einen ersten Beratungstermin vereinbaren. Mit einer Werkzeugtasche ausgestattet, nehmen Andrea Julemann und Frank Schmiel den jeweiligen Haushalt dann bei einem ersten Hausbesuch ganz genau unter die Lupe. Die beiden Berater erfassen alles, wo eventuell Strom und Energie gespart werden könnte. Eine Datenbank berechnet anschließend in einem sogenannten Haushaltsbericht die möglichen Einsparungen und schlägt vor, was genau ersetzt oder verändert werden müsste, um zu sparen.

Kühlschrank-Austausch kann viel helfen

Bei einem zweiten Haushaltbesuch wird dieser Bericht dem Kunden überbracht und genau erklärt. Dann sind auch die ersten Soforthilfen möglich: Zum Beispiel können Leuchtmittel ausgetauscht, Steckerleisten angeschlossen, der Duschkopf ersetzt oder Perlatoren in den Wasserhahn eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit, eine Menge CO2 einzusparen, ist der Austausch eines energiefressenden Kühlschranks. „Wir bieten den Kühlschranktausch an, wenn das Gerät älter als 10 Jahre ist“, sagt Frank Schmiel. Die Kunden erhalten einen Zuschuss von 100 Euro für einen neuen Kühlschrank. Nach Erfahrungen der beiden Stromsparhelfer können pro Haushalt etwa 100 bis 150 Euro pro Jahr eingespart werden.

Berater haben Vertrauen gewonnen

„Zu Beginn haben die Menschen den Stromspar-Check als Kontrollfunktion gesehen“, sagt Verena Blumrich, die ebenfalls als pädagogische Fachkraft bei der GAG arbeitet. Aber durch gute Erfahrungen, vertrauliche Beratung und dem Datenschutz, den die Berater einhalten müssen, haben die beiden Berater sich das Vertrauen ihrer Kunden in den vergangenen Jahren erarbeitet. Dabei geht es Andrea Julemann und Frank Schmiel nicht nur um den Strom. Es sei mindestens genauso wichtig, dass sie ein offenes Ohr für ihre Kunden haben und mit ihnen reden. Zu glauben, dass der Stromspar-Check kostenlos ist und es etwas zu verschenken gibt, fällt vielen Menschen zunächst schwer. Aber: „Alle, die einmal diesen Schritt gemacht haben, sind unglaublich dankbar“, so Doreen Zeisig.

Info: Wer Bezieher von Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Sozialhilfe ist oder einen Kindergeldzuschlag erhält, kann sich für den kostenlosen Stromspar-Check bewerben. Die Bewerbung erfolgt unbürokratisch über die Internetseite der GAG oder per Telefon unter 03371/4023120.

Von Melanie Breitkopf

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