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Ludwigsfelde Kilometerweit Ambrosia beseitigt
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Kilometerweit Ambrosia beseitigt
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18:23 09.09.2019
Ambrosia-Pflanzen am neuen Radweg von Ludwigsfelde-Struveshof nach Sputendorf. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Die beiden Streifen großer Ambrosia-Pflanzen direkt am neuen, 1,7 Kilometer Radweg vom Ludwigsfelder Stadtteil Struveshof zum Stahnsdorfer Ortsteil Sputendorf sind beseitigt. Ambrosia gilt als stark allergieauslösend, einzelne Pflanzenteile sind sogar giftig.

Wie Stahnsdorfs Pressesprecher Stephan Reitzig erklärt, seien Mitarbeiter vom Wirtschaftshof der Gemeinde aktiv geworden und haben die Pflanzen vor der Blüte abgemäht. „Hätten die Pflanzen bereits in Blüte gestanden, wäre Handarbeit angesagt gewesen, um die Samen nicht ungewollt zu verteilen“, so Reitzig. Da es sich im konkreten Fall jetzt um einjährige Pflanzen handelte, dürfte die Angelegenheit mit diesem Mähen erledigt sein, so der Gemeinde-Sprecher.

Und er sagt: „Sofern wir Ambrosia auch auf fremdem Grundeigentum entdecken, was 2019 bereits mehrfach der Fall war, fordern wir den jeweiligen Eigentümer zur Beseitigung der Pflanzen auf.“

Auf Ludwigsfelder Gebiet blühten die Pflanzen schon

Von der Ludwigsfelder Seite her waren die Mitarbeiter des Kommunalservice im Einsatz. Die Bauhof-Mitarbeiter entfernten die inzwischen teils blühenden Pflanzen wie vorgeschrieben in Vollschutzkleidung. Hinweise an die beiden Kommunen, dass diese Gewächse direkt am Weg stehen, wo nicht nur Radfahrer, sondern auch Spaziergänger mit Kindern und Hundehalter mit ihren Vierbeinern unterwegs sind, waren von mehreren Bürgern gekommen.

Von den Zuständigen in beiden Gemeinden wurde jetzt erklärt, dass in einigen Tagen noch einmal den Weg entlang geschaut werde, um übersehene oder neu gewachsene Pflanzen zu entfernen.

Wohl mit Vogelfutter eingeschleppt

Ambrosia wird leicht mit dem wild wachsenden Küchenkraut Beifuß verwechselt und war wahrscheinlich im 19.Jahrhundert mit Vogelfutter aus Nordamerika eingeschleppt worden, wie in mehreren Internetquellen vermutet wird. Ambrosia-Pollen fliegen von August bis in den November, am stärksten im Spätsommer.

Experten der Zeitschrift „Mein schöner Garten“ sprechen davon, dass sich nach Schätzungen allein in Deutschland der Ambrosia-Bestand zwischen 2006 und 2016 verzehnfacht habe, und dass die Klima-Veränderung die Ausbreitung begünstige. Im Kreis Teltow-Fläming werden Vorkommen der hochallergenen Pflanzen nicht erfasst, hatte die Untere Naturschutzbehörde bei früherem Auftreten erklärt, Verdachtsflächen seien ans Umweltministerium zu melden.

Von Jutta Abromeit

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