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Teltow-Fläming Sparkasse unterstützt vier Projekte in der Region
Lokales Teltow-Fläming Sparkasse unterstützt vier Projekte in der Region
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17:58 12.07.2019
Die Friedhofsmauer in Kloster Zinna ist schon lange marode. Ein Sturm im Juli 2018 gab ihr schließlich den Rest. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog/Niedergörsdorf/Dahme

Gute Nachrichten gab es in diesen Tagen für die evangelische Kirchengemeinde Kloster Zinna, den Feuerwehrverein Wahlsdorf, den Förderverein Dorfkirche Mellnsdorf und den Kulturverein Fröhden-Markendorf. Ihre Projektideen haben überzeugt und werden nun in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) gefördert. Die zugesagten Fördermittel reichen von 500 bis 10.000 Euro.

Geld für die Friedhofsmauer

Das größte und aufwendigste Projekt ist die Wiederherstellung der Friedhofsmauer in Kloster Zinna. Wie die Kirchenälteste Ingrid Rosenzweig berichtet, hat ein starker Sturm im Juli 2018 einen der rund 50 Jahre alten Bäume des Friedhofsgeländes entwurzelt. Die Folge: Der Baum krachte auf die Friedhofsmauer und beschädigte diese stark.

Der Sturmschaden wird zwar von der Versicherung getragen – allerdings sei es damit nicht getan. Denn schon vorher war die Friedhofsmauer marode. Pfarrer Tileman Wiarda sagt: „Man hat das Gefühl, man braucht nur gegenzupusten und dann fällt sie um.“ Um den hinteren Teil der Mauer sei deshalb schon lange ein Absperrband gezogen worden.

Originalgetreuer Wiederaufbau in mehreren Abschnitten 

Die Kompletterneuerung der Mauer sei jedoch ein großer finanzieller Akt. Insgesamt schätzt der Pfarrer die Kosten für das Projekt auf „deutlich über 100. 000 Euro“. Denn die Friedhofsumrahmung soll originalgetreu wiederaufgebaut werden. Gespräche dazu wurden bereits mit der Denkmalpflege geführt.

Laut Ingrid Rosenzweig stamme die Mauer aus den 1930er Jahren. Tilemann Wiarda glaubt sogar, sie sei noch älter. „Ich vermute, dass die Mauer schon um die Jahrhundertwende entstanden ist“, sagt er. Der Grund: Er kenne in Potsdam eine vergleichbare Friedhofsmauer, die in den 1890er Jahren errichtet wurde.

Wiarda freut sich über die Zuwendung von 10.000 Euro und dass demnächst mit dem ersten Teil der Arbeiten begonnen werden kann. Eine Firma aus der Region wurde bereits mit dem Wiederaufbau des 20 Meter langen Mauerstückes, auf den der Baum fiel, beauftragt. Der Rest der Mauer soll dann „peu à peu“ folgen, so der Pfarrer.

Wahlsdorfer bauen Mini-Einsatzwagen für den Nachwuchs

Auch der Feuerwehrverein Wahlsdorf freut sich über den positiven Zuwendungsbescheid, der in den vergangenen Tagen ins Haus flatterte. Mit den 6900 Euro soll ein Mini-Einsatzwagen für die Kinderfeuerwehr finanziert werden. Der Vereinsvorsitzende Guido Querhammel berichtet, man habe sich die Idee bei einer Wehr in Westfalen abgeguckt. Das Minifahrzeug soll eine Nachbildung eines echten Feuerwehrfahrzeuges inklusive Technik in Kleinformat werden und werde in Eigenleistung zusammengebaut.

Für die Materialkosten beantragte der Feuerwehrverein zu Jahresbeginn die Fördermittel. „Wir wollen das Projekt möglichst bis Jahresende fertig haben, damit wir das Fahrzeug zu unserem 110-jährigen Bestehen im nächsten Jahr präsentieren können“, so Querhammel.

Platz der Generationen in Markendorf und Fröhden

7900 Euro für den Kulturverein Markendorf-Fröhden fließen zudem in die Schaffung eines generationsübergreifenden Treffpunktes. Der Vorsitzende Matthias Botzet erklärt, man wolle den Spielplatz in Markendorf so erweitern, dass er auch von Senioren genutzt werden kann. Dazu wurden bereits fünf Bewegungsgeräte bestellt. Außerdem soll ein Schachbrett mit Figuren auf dem Spielplatz errichtet werden. „Da können die Großeltern mit ihren Enkelkindern zum Beispiel auch mal gemeinsam Dame oder Räuberschach spielen“, sagt Botzet. Darüber hinaus werde in Fröhden noch eine Tischtennisplatte errichtet.

Die Montage der neuen Geräte soll zwischen Ende Sommer und Anfang Herbst erfolgen und wird von den Mitgliedern des Kulturvereins übernommen. Zudem hatten die Fröhdener und Markendorfer im Vorfeld bereits bei einem Flohmarkt einen Eigenanteil von 600 Euro zusammengesammelt.

Auch der Förderverein Dorfkirche Mellnsdorf bekam von der MBS 500 Euro Unterstützung für sein Benefizkonzert zur Sanierung des Gotteshauses. Das Konzert fand bereits am vergangenen Sonntag statt. Zuvor wurden die Sitzbankreihen in der Kirche erneuert. Mit den Einnahmen vom Benefizkonzert sollen weitere Maßnahmen folgen.

Von Isabelle Richter

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