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Teltow-Fläming Jüterbogs Maibaum aufgestellt
Lokales Teltow-Fläming Jüterbogs Maibaum aufgestellt
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00:30 28.04.2018
Hunderte Zuschauer wollten das Aufstellen des Maibaums in Jüterbog verfolgen. Quelle: Butsch
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Jüterbog

Da kamen selbst die stärksten und geschicktesten Handwerker ins Schwitzen. Das Aufstellen des Maibaumes erfordert immer wieder viel Kraft, Fingerspitzengefühl und vor allem Erfahrung. All das brachten die Handwerker Sonntagmittag mit auf den Jüterboger Markt, um nunmehr im fünften Jahr hintereinander den über zwölf Meter hohen Maibaum aufrichten und standfest machen zu können.

Brandenburgs "Denkmal des Monats"

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Während auf dem Markt noch die letzten Vorbereitungen für das Maibaumstellen getroffen wurden, sammelten sich bereits am frühen Nachmittag einige hundert Meter entfernt etwa 40 Jüterboger und Gäste der Stadt am Dammtor. Dem Tor und vor allem den Sanierern der mittelalterlichen Festungsanlage wurde die Ehre zuteil, von der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen in Brandenburg als "Denkmal des Monats" ausgezeichnet zu werden.

Bürgermeister Arne Raue (parteilos) würdigte die Leistung des Handwerks für den Erhalt der historisch wertvollen Bausubstanz der Stadt. Bereits 1979 und 1980 erfolgten am Tor Restaurierungsarbeiten, vor allem zur Beseitigung der vom Verkehr verursachten Schäden. Nachdem vor Jahren schon der Straßenverkehr durch das Tor eingestellt wurde, erfolgten von 2011 bis 2014 erneute Restaurierungsarbeiten zur Ausbesserung des Mauerwerks. Insgesamt 150 000 Euro wurden dafür aufgewendet, 80 Prozent davon waren Fördermittel.

Jens Katterwe, Leiter des Kulturquartiers Mönchenkloster, machte Ausführungen zur Geschichte des Backsteinbaus und gab dabei einige Histörchen zum Besten. Leider war zu der Ehrung kein Vertreter der Städte-AG erschienen, aber es gab einen Ersatzmann: Der fünfjährige Michael Niemand von der Kita "Spiel mit" bekam einen Bauhelm aufgesetzt, sang das Lied von den fleißigen Handwerkern und übergab Urkunde und Plakette an den Bürgermeister.

Großes Interesse am Maibaum-Aufstellen

Anschließend wurde auf dem Markt weiter gefeiert. Hunderte Schaulustige verfolgten das Maibaum-Aufstellen. Zunächst durften aber Kinder aus dem Publikum ihn mit bunten Bändern schmücken und die Zunftzeichen der Handwerkerinnungen sowie die Wappen der Partnerstädte Jüterbogs anhängen. Kreishandwerkermeister Jörg Peschke freute sich über das große Interesse des Publikums am Handwerk.

Der Maibaum in seiner vollen Pracht. Quelle: Butsch

Dann drückten kräftige Handwerker den Stamm Meter um Meter mit immer länger werdenden Stangen nach oben. An Anfeuerungsrufen und witzigen Ratschlägen aus dem Publikum fehlte es nicht. Eine knappe halbe Stunde dauerte die Prozedur, bis der Maibaum aufrecht, fest und sicher stand. Der Jubel der Zuschauer war gleichzeitig Auftakt für das folgende Volksfest. Die Sernower Tanzgruppe führte den traditionellen Bändertanz auf und die Kleinen der Kita "Spiel mit" sangen das Handwerkerlied. Die Besucher beteiligten sich an einem Quiz, probierten sich im Mini-Bagger-Fahren oder informierten sich an den Handwerker-Ständen.

Von Matthias Butsch

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