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Teltow-Fläming Verwirrung um Mehrgenerationenhaus
Lokales Teltow-Fläming Verwirrung um Mehrgenerationenhaus
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00:26 05.03.2018
Das Gebäude in der Seebadallee 9 gehört dem ASB. Den Keller und das Dachgeschoss hat die Gemeinde gemietet. Quelle: foto: christian Zielke
Rangsdorf

Wieder einmal droht in Rangsdorf die Schließung eines öffentlichen Gebäudes aufgrund von Mängeln beim Brandschutz. Nach der Kegelbahn und einem Umkleideraum auf dem Sportplatz an der Birkenallee könnte es das FiZ-Haus im Jütenweg treffen. Dort bietet das DRK Familienberatung, Eltern-Kind-Gruppen, Seniorensport und Informationsveranstaltungen.

Auch wenn er das Ergebnis der Brandschutzuntersuchung am 13. Februar noch nicht schriftlich hat, rechnet Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) damit, dass das Obergeschoss des Gebäudes aufgrund einer fehlenden zweiten Rettungstreppe demnächst gesperrt wird.

Verbindung von Beratung, Treffpunkt und Museum

Weil auch das Bücker-Museum seit mittlerweile zwei Jahren auf neue Räumlichkeiten wartet und der Mietvertrag mit dem ASB für den Seniorentreff in der Seebadallee 9 ausläuft, wollte der Bürgermeister gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Im Sozialausschuss stellte er am Dienstag seine Idee für ein Mehrgenerationenhaus vor. Es soll alle drei Angebote – FiZ, Seniorentreff und Museum – unter einem Dach vereinen. „Wir erhoffen uns davon einige Synergieeffekte“, sagte er.

Investor soll Mehrgenerationenhaus bauen

Da die Gemeinde kein Geld hat, soll ein Investor ein solches Gebäude bauen und am besten auch gleich betreiben. 600  Quadratmeter, möglichst im Zentrum von Rangsdorf, fertig im Sommer kommenden Jahres – zu diesen Konditionen hätte Klaus Rocher das Projekt gerne öffentlich ausgeschrieben, doch der Sozialausschuss bremste.

„Es gibt einfach noch zu viele Unklarheiten“, sagte Peter Wetzel (Linke). Tassilo Soltkahn (CDU) kritisierte, dass der Bürgermeister Druck ausübe. Guido Filipov (SPD) berichtete von einem Gespräch des SPD-Fraktionsvorsitzenden Stephan Wilhelm mit dem Geschäftsführer des ASB-Regionalverbands Michael Braukmann. Dieser habe sich offen für eine Verlängerung des Mietvertrages mit der Gemeinde über das kommende Jahr hinaus gezeigt.

ASB fühlt sich übergangen

Auf Nachfrage der MAZ bestätigte Braukmann diese Bereitschaft. „Wir wollen das Gebäude weiter für die Allgemeinheit offen halten“, sagte er. Er sei im Vorfeld weder über die Sitzung des Ausschusses informiert noch eingeladen worden. „Offenbar präferiert die Gemeinde eine Lösung ohne uns. Es wäre schön, wenn man mit uns gesprochen hätte“, sagte er. Das Gebäude in der Seebadallee 9 biete eine zentrale Lage, sei jahrelang etabliert und lasse sich sogar erweitern. „Auf dem Grundstück gibt es Möglichkeiten anzubauen“, sagte Braukmann. Zusätzliche Parkplätze ließen sich außerdem nahe der ASB-Seniorenresidenz schaffen. Der ASB-Geschäftsführer erklärte sich bereit, mit Vertretern der Gemeinde über die Zukunft des Gebäudes zu sprechen.

Bürgermeister will zügige Entscheidung

Für Bürgermeister Klaus Rocher ist der ASB ein möglicher Bewerber für ein Mehrgenerationenhaus. Die Gemeinde brauche aber mindestens 600 Quadratmeter, um alle Angebote unterzubringen. „Die Zeit drängt“, sagte er mit Blick auf die drohende Schließung des FiZ-Gebäudes. Der Sozialausschuss einigte sich zumindest darauf, Gespräche mit DRK und ASB aufzunehmen

Von Christian Zielke

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