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Teltow-Fläming Frank Richter startet Telejobbing vor laufender Kamera
Lokales Teltow-Fläming Frank Richter startet Telejobbing vor laufender Kamera
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09:46 30.08.2019
Der Mellenseer Frank Richter gründet den Stellensender Jobbing-TV und freut sich darauf, ab Montag damit auf Sendung zu sein. Quelle: Jutta Abromeit
Mellensee

In Deutschland herrscht Fachkräftemangel, in kaum einer Firma oder einer Verwaltung sind alle Stellen besetzt. Deshalb will der Mellenseer Frank Richter Jobs live und vor laufender Kamera vermitteln – und das in beide Richtungen: sowohl für Firmen als auch für Arbeitsuchende. Sendestart für sein „Telejobbing“ – in Anlehnung an TV-Sender für Tele-Shopping – ist am Montag, dem 2. September, um 19 Uhr.

Diese Idee ist nicht die erste, die er überregional entwickelt hat. Um die Jahrtausendwende stand der gelernte Industrie-Kaufmann und Kommunikationswissenschaftler mit einer Stewardess-Börse in den Startlöchern, schon vorab war er bei Fluggesellschaften sehr gefragt. Dann kam der 11. September 2001, der Plan platzte durch die Wirtschaftskrise, die der Terroranschlag in New York nach sich zog.

Der Facebook-Auftritt von Stellensender-TV Quelle: Screenshot FB

Richter, in dessen Lebenslauf auch ein unvollendetes Musikstudium steht, sattelte um, er stieg in die Unterhaltungsbranche ein. Der frühere Mitarbeiter der Rheinischen Post und erste freie Kollege einer privaten Radiostation in NRW wollte fortan als DJ seine Brötchen verdienen. Das tat er: 14 Jahre lang war er mit der Agentur „Stilvollmusic“ in 5-Sterne-Hotelketten unterwegs, als DJ, Pianist und Allrounder. Irgendwann reichte es ihm und er stieg aus.

„Aber ich bin ja kein Mensch, der die Füße stillhalten kann“, erklärt der 46-Jährige. Nun will er Arbeitgebern zu Arbeitskräften und Beschäftigten zu passenden Jobs verhelfen. Seine in Remscheid (NRW) gemeldete Firma Stellensender.tv arbeitet mit einem Team von vier festen Kollegen und zwei freien, einem Kameramann und einem Redakteur. Frank Richter sitzt vor der Kamera, in der Hand ein Mikrofon mit dem Logo Joblixx.

Richters zwei Träume

Beides, sowohl den Firmennamen als auch die Marke, lässt er gerade beim Deutschen Patent- und Marken-Amt anmelden. „Wir werden 24 Stunden und sieben Tage die Woche über unseren eigenen Livestream-Kanal auf allen relevanten Social-Media-Plattformen senden“, erklärt er. Das sind Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und das Internet-Video-Portal Twitch. Täglich zwischen 19 und 20 Uhr spricht Richter mit Suchenden und Anbietenden vor laufender Kamera.

Angeboten werden auf dem Kanal neben diesen 60- bis 90-Sekunden-Talks und Interviews auch On-Air-Nennungen – 30-sekündige Kurzpräsentationen in Form von Moderationen oder Grafiken – und Jobspot-Produktionen. „Dafür fahren wir Kollegen zu interessierten Firmen und drehen vor Ort etwa 45 Sekunden lange Videos, die in der Live-Sendung ausgestrahlt werden oder später auch als Schleife laufen können“, erklärt der Unternehmer. So könnten Firmen und Bewerber ihre Anliegen ganz direkt an Interessenten nach Hause beziehungsweise auf die Smartphones bringen.

Mit diesen Mikros wollen Frank Richter und seine Kollegen Firmen und Jobsuchende zueinander bringen. Quelle: Jutta Abromeit

Richter arbeitet bei seinem neuen Projekt mit der Kölner Agentur Maasgenau zusammen. Die hatte unter vielen anderen den Unternehmer Frank Thelen betreut, TV-bekannt aus der der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“.

Obwohl der Medien-Profi inzwischen mit einigen Wassern gewaschen ist – ein wenig Vorstart-Fieber kann auch er beim MAZ-Gespräch nicht verbergen. „Na klar bin ich gespannt, ob das so funktioniert, wie wir uns das vorstellen“, sagt er. Und verrät aber auch, dass sich jetzt sein zweiter Traum erfülle: „Früher wollte ich unbedingt in die Unterhaltungsbranche und Musik machen, das hatte ich. Und Journalismus, Markt und Medien haben mich schon als Jugendlicher gereizt. Da bin ich jetzt. Mal sehen, wo’s hinführt.“

Von Jutta Abromeit

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