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Teltow-Fläming Fünf Fakten zum Wohnungsmarkt in Dahmeland-Fläming
Lokales Teltow-Fläming Fünf Fakten zum Wohnungsmarkt in Dahmeland-Fläming
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01:15 02.05.2019
In Schönefeld wird Wohnblock um Wohnblock hochgezogen. Hier: die Bertold-Brecht-Allee. Quelle: Oliver Fischer
Dahmeland-Fläming

In Schönefeld-Nord drehen sich die Kräne wie in Berliner Neubaugebieten, in Ludwigsfelde und Blankenfelde läuft ein Wohngebiet nach dem anderen voll. Trotzdem klagen viele Bedürftige darüber, dass sie keine Wohnungen finden – weil die Wohnungen, die es gibt, nicht bezahlbar sind. Gleichzeitig steigen die Grundstückspreise rasant – in manchen Regionen sogar um 183 Prozent (siehe Grafik).

Durchschnittsmieten und Mietspiegel werden zwar für die meisten Gemeinden der Region Dahmeland-Fläming nicht von offizieller Stelle erhoben. Makler und Immobilienportale verfügen aber über Daten, die übereinstimmende Trends aufzeigen. Laut dem Portal Immowelt etwa sind die Mieten in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming bei Neuvermietungen zwischen 2012 und 2017 um 26 Prozent gestiegen.

In Teltow-Fläming wurde die durchschnittliche Netto-Kaltmiete von 5,40 auf 6,80 Euro angehoben. Für Dahme-Spreewald wies das Portal zuletzt eine Netto-Kaltmiete von 7,80 Euro pro Quadratmeter aus. In Gemeinden wie Schönefeld oder Ludwigsfelde liegt sie noch deutlich darüber. Das Maklerbüro CBRE hat für Schönefeld, Königs Wusterhausen und Rangsdorf Durchschnittsmieten von 8,60 Euro und mehr ermittelt.

Die Zahl der Sozialwohnungen in Dahme-Spreewald wird sich nach Angaben des Landkreises bis zum Jahr 2021 halbieren. Ende 2018 gab es im Landkreis noch 1351 geförderte Wohnungen, im Jahr 2021 werden es nur noch 726 sein. Die Crux bei Sozialwohnungen: Spätestens 25 Jahre nach dem Bau läuft die Mietpreisbindung aus.

Das Land Brandenburg hat deshalb im vorigen Jahr eine Förderoffensive für Sozialwohnungen angekündigt. Bauherren sollen mit bis zu 2500 Euro pro Quadratmeter gefördert werden, wenn sie günstigen Wohnraum errichten. Die Resonanz in der Region war allerdings gleich null. Einhelliger Tenor: Die Baukosten sind derzeit so hoch, dass sich Sozialwohnungen selbst mit dieser Förderung nicht rechnen.

Gebaut wird derzeit überall. 2018 wurden in Dahme-Spreewald 1868 neue Wohnungen genehmigt. Das war der mit Abstand höchste Wert in Brandenburg. In Teltow-Fläming wurden 996 Wohneinheiten genehmigt, ebenfalls ein Wert weit über dem Brandenburgischen Durchschnitt.

Im Jahr 2017 wurden allein in Blankenfelde-Mahlow 369 Wohnungen fertiggestellt. Das war Rekord für die Region. Dahinter folgten Zossen (267) und Schönefeld (260). In Schönefeld wird die Dynamik aber noch deutlich zunehmen. Allein dort sollen in den nächsten drei Jahren 2000 Wohnungen enstehen, zumeist Mietwohnungen.

Aktuell liegt die Miete bei Neuvermietung in Schönefeld bei 10,40 Euro pro Quadratmeter. Neue Wohnungen der Gesellschaft Wobauge in Königs Wusterhausen werden zwischen 10 und 11 Euro vermietet. Auch Mieten über 12 Euro pro Quadratmeter sind keine Ausnahme mehr.

Von Oliver Fischer

MAZ-Service: MAZImmo

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