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Teltow-Fläming Mulden sorgen für Ärger
Lokales Teltow-Fläming Mulden sorgen für Ärger
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00:18 25.12.2017
Clemens Wudel, Rosemarie Wiese und Günter Mehlitz (v.l.) ärgern sich über die Regenmulde im Erlenweg in Rangsdorf. Quelle: foto: Christian Zielke
Rangsdorf

In Gummistiefeln stapft Günter Mehlitz durch den Schlamm vor seiner Haustür im Rangsdorfer Erlenweg. Nach dem Regen der vergangenen Wochen stehen in der Straße die Pfützen. Das war nicht immer so: Ende November gruben Bagger plötzlich Mulden in den unbefestigten Teil der Fahrbahn. Dort sammelt sich seitdem das Wasser.

Bis zum Knöchel tief versinken Schuhe der Anwohner von vier Straßen in dem Areal im Matsch. „Bevor die Mulden da waren, stand hier nie das Wasser“, sagt Günter Mehlitz. Für ihn sei es wie ein schlechter Scherz, dass die Gemeinde Arbeiten an der Straße beauftragt, die die Situation eher verschlimmern als verbessern.

Anwohner sind verärgert

Schuld an dem stehenden Wasser ist aus Günter Mehlitz’ Sicht der verdichtete Untergrund. Als dort noch Rasen wuchs, habe es nie für längere Zeit Pfützen gegeben. In fünf Straßen hat die Gemeinde seit Ende November Regenwassermulden anlegen lassen. Noch während der Bauarbeiten meldeten sich Anwohner zu Wort und äußerten ihr Unverständnis dafür.

Laut Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) erfüllen sie genau den vorgesehenen Zweck. Die Mulden sollen verhindern, dass das Regenwasser von den Straßen in die Kanalisation läuft. Diese ist ausschließlich für das Schmutzwasser gedacht. Der Zweckverband KMS habe die Gemeinde immer wieder dazu aufgefordert zu verhindern, dass Regenwasser in die Schmutzwasserkanäle gelangt.

Straßen müssten eigentlich grundhaft ausgebaut werden

Zudem hätten sich Anwohner beschwert, dass Regenwasser von der Straße in ihre Keller fließt. Jeder müsse das auf seinem Grund und Boden anfallende Wasser auch dort versickern, so sieht es das Gesetz vor. „Die Mulden sind die günstigste und schnellste Möglichkeit, dieses Problem zu lösen“, sagt Klaus Rocher. Rund 30 000 Euro hat die Gemeinde dafür ausgegeben. Eigentlich müsste die Gemeinde die Straßen von Grund auf neu bauen – von der Fahrbahndecke bis zur Entwässerung. Doch dafür ist derzeit kein Geld im Haushalt, sagt Rocher. Zudem würden die Anlieger für die Erschließung mit einem großen Anteil zur Kasse gebeten. Rocher hofft, dass sich das Problem im Frühjahr löst, wenn das Gras in den Mulden wächst und das Wasser aufsaugt.

Günter Mehlitz und seine Nachbarn sind skeptisch, dass sich die Situation im Erlenweg bessert. Sie gehen davon aus, dass sie mit ihren Autos noch eine ganze Weile von der nur 3,15 Meter breiten Straße in die Mulden ausweichen, wenn Gegenverkehr kommt. Weil im Erlenweg seit anderthalb Jahren die Straßenbeleuchtung ausgefallen ist, bekommt man ohnehin nicht mit, wenn man von der Straße abkommt.

Von Christian Zielke

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