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Teltow-Fläming Teltow-Flämings Museen stehen nicht gut da
Lokales Teltow-Fläming Teltow-Flämings Museen stehen nicht gut da
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00:25 19.05.2019
Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (r.) begrüßte die Teilnehmer der Regionalkonferenz des Museumsverbandes im Mönchenkloster. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Im historischen Ambiente des Jüterboger Kulturquartiers im Mönchenkloster dürften sich die Museumsleute am Donnerstagnachmittag wohl gefühlt haben. Aber es war keine Wohlfühlveranstaltung, denn nicht so gefallen haben dürfte ihnen und den kommunalen Vertretern das Ergebnis einer statistischen Erhebung, die der Museumsverband Brandenburg 2017 durchgeführt hatte. Bei seiner Regionalkonferenz am Donnerstag deckte man Schwachstellen auf und diskutierte darüber, was dagegen getan werden kann.

16 von 23 Museen nahmen teil

An der landesweiten Umfrage hatten von den 23 Museen des Landkreises 16 teilgenommen. Auch hier ist die Form des Heimatmuseums die breiteste Gattung, wie Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Museumsverbandes Brandenburg, berichtete. Die promovierte Historikerin zählte auf, dass neun der 16 teilnehmenden Museen von Vereinen betrieben werden, fünf werden von der örtlichen Kommune betrieben (Luckenwalde, Dahme, Ludwigsfelde und zweimal Jüterbog), eins vom Landkreis (Museum des Teltow) und eins von einer Stiftung (Rot-Kreuz-Museum in Luckenwalde).

Nur 36 Prozent aus öffentlichen Mitteln

Auffällig ist der geringe Anteil an öffentlichen Mitteln zur Finanzierung der Museen im Kreis TF. Dieser liegt bei nur 36 Prozent, während er im Landesdurchschnitt bei 48 Prozent liegt. Noch auffälliger wird die Diskrepanz zum Landesdurchschnitt beim Personal. Während in kommunalen Museen im Schnitt 3,8 Mitarbeiter beschäftigt werden, sind es in Teltow-Fläming nur 2,1 Personen. 53 Prozent der Museen greifen in unterschiedlichem Umfang auf ehrenamtliche Helfer zurück. „In Teltow-Fläming sind die Museen strukturell schwächer aufgestellt als im Landesdurchschnitt“, so Susanne Köstering.

Susanne Köstering ist die Geschäftsführerin des Museumsverbandes Brandenburg. Die promovierte Historikerin erläuterte die Ergebnisse der statistischen Erhebung über die Museen des Landes und des Kreises. Quelle: Hartmut F. Reck

Jüterbog mag da eine Ausnahme sein. Immerhin leistet sich die Stadt vier Museen, wie Bürgermeister Arne Raue (WsJ) betonte. Darunter befindet sich sogar ein Kindermuseum, was Köstering ausdrücklich lobte, denn Museumspädagogik sei echte Mangelware. Und nur zwei Museen im Kreis würden deren Ausbau als eins ihrer wichtigsten Vorhaben benennen.

Weniger Besucher als anderswo

14 der Museen in TF zählten 2016 insgesamt 65.633 Besucher. Das sind im Schnitt 4688 Besucher pro Museum. Der Landesdurchschnitt liegt mit 7259 Besuchern deutlich höher.

Als wichtigste Handlungsfelder nannte Köstering unter anderem stabile Finanzierung, gezielte Personalentwicklung, verstärkte Besucherorientierung und Verbesserung der Depotausstattung.

Von Hartmut F. Reck

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