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Teltow-Fläming Sexueller Missbrauch in Jüterbog: Urteil gefallen
Lokales Teltow-Fläming Sexueller Missbrauch in Jüterbog: Urteil gefallen
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19:03 11.02.2020
Im Januar fiel das Urteil am Amtsgericht Luckenwalde. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Das Amtsgericht Luckenwalde hat den Jüterboger Andy K. wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern in zwei von drei Fällen schuldig gesprochen. Der Angeklagte wurde nach der Hauptverhandlung im Januar zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.

Als Begründung für das Urteil gab das Gericht die Erwartung an, dass der Angeklagte die Verurteilung als Warnung anerkannt hat und demnach keine weiteren Straftaten mehr begehen wird. Der inzwischen 39-Jährige zeigte sich während der Hauptverhandlung geständig. Darüber hinaus lägen nach der Gesamtwürdigung der Tat und Persönlichkeit des Angeklagten besondere Umstände vor, die die Aussetzung zur Bewährung rechtfertigen würden.

Zudem hatte Andy K. aufgrund seiner Alkohol- und Drogenprobleme bereits kurz nach den Taten im August 2019 eine 14-tägige Entgiftung in Treuenbrietzen vollzogen und im November eine stationäre Suchttherapie in Berlin angetreten, die noch bis Mai andauern wird.

Erster sexueller Kontakt nach Jugendweihefeier

Hintergrund: Mitte des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Oberstaatsanwaltschaft Potsdam gegen den damals 38-Jährigen Jüterboger wegen des schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern ermittelt. Der Vorwurf: Andy K. soll mehrfach Geschlechtsverkehr mit der damals 13-jährigen Freundin seiner Stieftochter gehabt haben.

Zum ersten sexuellen Kontakt kam es in der Nacht vom 18. zum 19. Mai 2019. Andy K. holte seine Stieftochter und deren Freundin – wie mit seiner getrennt lebenden Ehefrau abgesprochen – von einer Jugendweihefeier ab und brachte sie anschließend in seine Wohnung. Beide Mädchen legten sich schlafen. Die Freundin seiner Stieftochter war alkoholisiert und suchte deshalb mehrmals in der Nacht die Toilette auf. Als die damals 13-Jährige aus der Toilette kam, umarmte Andy K. das Mädchen. Beide fingen an, sich im Einvernehmen zu küssen – schließlich kam es zum Geschlechtsverkehr.

13-Jährige erwiderte Annäherungsversuche

Laut des Urteils kam es offensichtlich dazu, „weil die Zeugin sowie auch der Angeklagte unter Alkoholeinfluss standen, sodass sich der Angeklagte zu Zärtlichkeiten und zum Geschlechtsverkehr mit der minderjährigen Zeugin hat hinreißen lassen.“ Die 13-Jährige hatte bis dato – wenn auch in einer Liebesbeziehung – bereits sexuelle Erfahrungen gemacht.

Angeklagter wird in einem Fall freigesprochen

Im Zeitraum vom 27. bis zum 30. Mai sowie vom 24. bis 26. Juni vereinbarten der Angeklagte und die Minderjährige zudem weitere Treffen. Auch dort kam es im Schlafzimmer von Andy K. zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Im dritten Fall war das Mädchen bereits 14 Jahre alt und deshalb kein Kind mehr. In diesem Fall wurde Andy K. von der Anklage des schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern freigesprochen.

Depression nach Trennung von Ehefrau

Andy K. war schon vorher strafrechtlich in Erscheinung getreten. Nach der Trennung von seiner Frau verfiel der Angeklagte in eine Depression und konsumierte täglich Drogen und Alkohol. Der Jüterboger wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln – darunter Cannabis und Kokain – sowie Körperverletzung und Trunkenheit im Straßenverkehr verurteilt.

Von Isabelle Richter

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