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Teltow-Fläming Nach Todesfall: Verdächtiger auf freiem Fuß
Lokales Teltow-Fläming Nach Todesfall: Verdächtiger auf freiem Fuß
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08:19 02.02.2017
Ein Polizist bei der Spurensuche in dem Luckenwalder Haus, in dem die Leiche des 64-Jährigen gefunden wurde. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Der Tatverdacht gegen einen 20-jährigen Luckenwalder, den 64-jährigen Lebensgefährten seiner Mutter umgebracht zu haben, hat sich bislang nicht erhärtet. Das sagte der Potsdamer Staatsanwalt Christoph Lange am Mittwoch gegenüber der MAZ. Der 64-Jährige war am Dienstagmorgen tot in seinem Haus aufgefunden und am Mittwoch obduziert worden.

„Nach den bisherigen Ergebnissen aus der Rechtsmedizin gibt es keinen dringenden Tatverdacht auf ein Tötungsdelikt“, sagte Lange, „sodass wir bislang auch keinen Haftantrag gestellt haben.“ Der tatverdächtige junge Mann, der am Dienstag vorläufig festgenommen worden war, ist demnach zunächst wieder auf freiem Fuß. Er hatte den Ermittlungsbehörden den Tathergang geschildert. „Details, die ihn entlasten würden, konnten bisher nicht widerlegt werden“, sagte Lange. Er kündigte an, dass die Untersuchungen weiter andauern, um die genauen Todesumstände zu klären.

Tatverdächtige mehrfach vorbestraft

Der 64-jährige Mario L. wurde am Morgen in seinem Einfamilienhaus mit Spuren von Gewalteinwirkung tot aufgefunden. Als die 55-jährige Monika H. gegen 7 Uhr nach ihrem Nachtdienst in einem Seniorenheim nach Hause zurückkehrte, fand sie ihren Lebensgefährten leblos auf. Ein hinzugerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. „Nach ersten Erkenntnissen kam es in der Nacht zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 20-jährigen Sohn der Frau und dem pflegebedürftigen Lebensgefährten“, hatte die Polizei zuvor gemeldet. Der 64-Jährige verstarb noch in den Nachtstunden zu Hause.

Der 20-jährige Sohn der Frau wohnte noch im Haus in der Holzstraße und wurde zunächst vorläufig festgenommen Ein bei ihm durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf Amphetamine. Zu Beweiszwecken wurde eine Blutprobe angeordnet. Der Tatverdächtige ist wegen verschiedener Delikte bereits polizeilich bekannt und mehrfach vorbestraft.


Von Elinor Wenke

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