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Teltow-Fläming Nach Waldbränden: Bundespräsident ehrt Kreisbrandmeister
Lokales Teltow-Fläming Nach Waldbränden: Bundespräsident ehrt Kreisbrandmeister
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19:30 09.01.2020
Die Kreisbrandmeister Tino Gausche (Teltow-Fläming, 2.v.l.) und Christian Liebe (Dahme Spreewald, 3.v.l.)) waren am Donnerstag zum Neujahrsempfang von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender eingeladen Quelle: Bundesregierung / Steffen Kugler
Berlin

Der Neujahrsempfang bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Gattin Elke Büdenbender am Donnerstag wird für den Jüterboger Tino Gausche und den Luckauer Christian Liebe zu den Dingen gehören, von denen sie noch lange zehren werden. Nicht nur der festliche Empfang im Schloss Bellevue und das festliche Menü, sondern vor allem die anerkennenden Worte Steinmeiers für ihre Arbeit haben Gausche als Kreisbrandmeister des Landkreises Teltow-Fläming und seinen Amtskollegen aus Dahme-Spreewald beeindruckt.

Tino Gausche: Erhebendes Gefühl

„Es war ein wirklich erhebendes Gefühl, mit dabei sein zu dürfen und eine riesiges Gefühl der Wertschätzung für das, was die Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehren, aber auch die Einsatzkräfte der anderen Hilfs- und Rettungsdienste geleistet haben“, beschreibt Gausche seine Gedanken und Gefühle. „Wir als Kreisbrandmeister haben den Dank und die Anerkennung stellvertretend für all diese Kameraden entgegengenommen und werden ihn in den kommenden Wochen bei den anstehenden Dienstversammlungen weitergeben“, sagt der 45-jährige Jüterboger.

104 Waldbrände im Jahr 2019

Die Waldbrände auf dem Truppenübungsplatz Jüterbog beschäftigten die Feuerwehr im vergangenen Sommer. Quelle: Victoria Barnack

„Wenn die Brände dann gelöscht sind, lässt auch die öffentliche Wahrnehmung für unsere Arbeit rasch wieder nach. Auch deshalb ist es gut, wenn der Bundespräsident diese Arbeit noch einmal in den Fokus rückt, denn wir alle wissen, dass es beim Thema Brandschutz noch viel zu tun gibt“, sagt Gausche.

Über Einzelheiten zu sprechen, sei der Neujahrsempfang nicht der richtige Anlass und der Bundespräsident auch nicht der richtige Ansprechpartner, glaubt der Kreisbrandmeister. „Aber soviel Dankbarkeit zu erfahren, tat gut“, fügt er hinzu.

Liebe: Lieberoser Heide ist die Dauerbaustelle

Beeindruckende Rauchwolken vom Feuer in der Lieberoser Heide. Quelle: Julian Stähle

Eine weiterer, schwierig zu bewältigender Umstand ist, dass es in Lieberose viele Moorgebiete gibt, in denen sich das Feuer auch ohne Altmunition praktisch nicht löschen lässt, sondern unterirdisch, zum Teil über Monate hinweg, weiterschwelt und jederzeit wieder auflodern kann. In den Griff bekommen lassen sich solche Gefährdungspotenziale nur gemeinsam, sind sich die beiden Kreisbrandmeister einig. Ihre Kameraden kooperieren schon lange miteinander. „Die Lage in der Lieberoser Heide haben wir nur unter Kontrolle bekommen, weil Einsatzkräfte aus dem gesamten Land geholfen haben, denen ebenfalls die Anerkennung des Bundespräsidenten und unser Dank gebührt“, sagt Christian Liebe.

Spätestens beim nächsten Großeinsatz, wenn die Verpflegungseinheit wieder Erbsensuppe mit Bockwurst austeilt, werden sich Gausche und Liebe an die Worte Steinmeiers und das festliche Menü des Neujahrsempfangs erinnern.

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