Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Scheune brennt in Meinsdorf aus
Lokales Teltow-Fläming Scheune brennt in Meinsdorf aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 22.01.2019
Nächtlicher Brand und Großeinsatz der Feuerwehr in Meinsdorf.
Nächtlicher Brand und Großeinsatz der Feuerwehr in Meinsdorf. Quelle: Uwe Klemens
Anzeige
Meinsdorf

Flammen aus dem Dach einer Scheune unmittelbar neben ihrer Kirche und die Martinshörner der anrückenden Wehren, schreckten am späten Freitagabend die Meinsdorfer aus ihrer Feierabendruhe. Der Besitzer der Scheune hatte um 21.18 Uhr die Einsatzleitstelle über einen brennenden Wohnwagen in dem Gebäude informiert. Als wenige Minuten später die Hohenseefelder als erste Wehr eintraf, stand das Dach der etwa 10 mal 20 Meter großen Scheune bereits in voller Ausdehnung unter Flammen.

Das halbe Dach stürzte während des Löschens ein

Insgesamt 47 Kameraden der Wehren aus Hohenseefeld, Meinsdorf, Herbersdorf, Ihlow und Dahme kämpften knapp zwei Stunden mit den Flammen, bevor die letzten Glutnester gelöscht waren.

Knapp 50 Kameraden aus fünf Wehren brachten die Flammen unter Kontrolle.

Insgesamt vier so genannte C-Rohre, also die größten zur Verfügung stehenden Schläuche, kamen zum Einsatz. Etwa die Hälfte des Daches über dem Brandherd stürzte während der Löscharbeiten ein. Unter der zweiten Dachhälfte verschafften sich die Feuerwehrleute mit einem Gebläse freie Sicht, um dann gezielt die dortigen Glutnester zu bekämpfen. Auch die Polizei und ein Rettungswagen waren vor Ort.

Explosive Gefahrenquelle

Eine große Gefahr stellten nicht nur die herabfallenden Ziegel und Balken dar, sondern auch eine 5-Kilo-Gasflasche und ein Gasheizer, die in dem Gebäude untergestellt waren. „Die Suche noch solchen Gefahrenquellen ist Routine, aber natürlich ist so etwas immer eine große Gefahrenquelle“, erläuterte Einsatzleiter Bennett Heyde von der Dahmer Stützpunktfeuerwehr. Dank des Hinweises konnten Flasche und Heizer schnell gefunden werden. „Zum Glück“, wie Heyde betont, denn beide explosiven Körper waren bereits stark erhitzt.

Was genau den Brand verursachte, ließ sich am Ende der Löscharbeiten noch nicht sagen. Vom Wohnwagen, den der Scheunenbesitzer als Brandherd angegeben hatte, war, außer der Deichsel, nichts mehr zu erkennen.

Von Uwe Klemens