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Teltow-Fläming Neubau auf Schiller-Schulhof muss warten
Lokales Teltow-Fläming Neubau auf Schiller-Schulhof muss warten
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12:01 19.02.2019
Der so genannte „Bunker" des Goethe-Schiller-Gymnasiums Jüterbog sollte eigentlich durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: foto: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Wie ein Fremdkörper wirkt der graue Flachbau auf dem Schulhof des Schiller-Hauses im Vergleich zu den roten Backsteingebäuden des Jüterboger Goethe-Schiller-Gymnasiums. Unter dem Dach des bei den Lehrern und Schülern als „Bunker“ verschrieenen Zweckbaus befinden sich die naturwissenschaftlichen Fachkabinette der höheren Schule. Wenn es nach dem Landkreis Teltow-Fläming als Schulträger des Gymnasiums ginge, würde dort ein Neubau entstehen – für die Schülerversorgung mit barrierefreiem Zugang.

Dieses Projekt wurde beflügelt durch das Kommunale Investitionsförderungsgesetz des Bundes für finanzschwache Kommunen. Dazu zählt auch der Landkreis Teltow-Fläming. Im stünden demnach rund 6,5 Millionen Euro zu.

Stattliche Förderung

Ein stattliches Sümmchen, für das man sich vor wenigen Jahren noch einiges leisten konnte. Auf der langen Wunschliste des Landkreises, was den Ausbau und die energetische Sanierung seiner Schulen betrifft, steht auch das Goethe-Schiller-Gymnasiums in Jüterbog. Aber erst an vierter Stelle. Ganz oben rangiert der Ergänzungsbau des Fontane-Gymnasiums Rangsdorf, das dringend eine Kapazitätserweiterung braucht, wie auch das Marie-Curie-Gymnasium in Ludwigsfelde, wo unter anderem das Dachgeschoss saniert und ausgebaut werden soll. Zugleich ist an dritter Stelle der Neubau einer Zweifeld-Sporthalle für das Oberstufenzentrum (OSZ) in Ludwigsfelde geplant. Bereits fertiggestellt ist die Dämmung des Spitzdaches des Friedrich-Gymnasiums in Luckenwalde.

Hohe Baukosten

Ob dann noch etwas für Jüterbog in dem geplanten Ausmaß übrig bleibt, ist mittlerweile aber höchst fraglich. „Uns fliegen derzeit die Baukosten um die Ohren“, sagt Karsten Dornquast. „Vor zweieinhalb Jahren hätten wir damit noch alles finanzieren können“, sagt der Leiter des Amtes für Bildung und Kultur in der Kreisverwaltung von Teltow-Fläming. Er muss mit ansehen, wie die kalkulierten Baupreise der bereits begonnenen Maßnahmen um 30 bis 40 Prozent überschritten werden.

Sanierung unwirtschaftlich

Bei der Planung für Jüterbog habe sich herausgestellt, dass eine bloße Sanierung des „Bunkers“ eigentlich unwirtschaftlich sei. Deshalb sollte vielmehr der Altbau abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, der zugleich allen energetischen wie sonstigen neuen Standards gerecht wird. Hier könnte bei dieser Gelegenheit dann auch eine moderne Schülerversorgung untergebracht werden. Die derzeitige Essensausgabe befindet sich noch im Keller des Goethe-Hauses.

Mögliche Beschränkung

So ein modernes Mehrzweckgebäude wäre eine gute Sache, meint Karsten Dornquast, der aber aufgrund der explodierenden Bau- und Handwerkerkosten zunehmend Zweifel an dessen Durchführbarkeit hegt. „Wenn das alles nicht hinhaut“, meint Dornquast, „müssen wir uns eben mit einer energetischen Sanierung des Flachbaus auf dem Schulhof und der Essensausgabe begnügen.“ Immerhin habe das Jüterboger Gymnasium ja eine Schülerversorgung.

Von Hartmut F. Reck

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