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Teltow-Fläming Neue Ausstellung fürs „Zuhause im Alter“
Lokales Teltow-Fläming Neue Ausstellung fürs „Zuhause im Alter“
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06:07 18.12.2016
Die Besucher begutachteten in der Ausstellung barrierefreie Duschen und behindertengerechte Toiletten. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Laut Umfrage eines Marktforschungsinstitutes will jeder zweite Deutsche im Falle einer Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit im Alter am liebsten zu Hause in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben. Doch steile Treppen, enge Türen und Badewannen mit hohem Einstieg werden oftmals zum Hindernis. Die neue Luckenwalder Dauer-Ausstellung „Zuhause im Alter“ zeigt am praktischen Beispiel, wie Wohnräume alters- oder behindertengerecht angepasst werden können.

Projekt von Stadt und Wohnungsgesellschaft

Die Ausstellung und gleichzeitige Anlauf- und Beratungsstelle wurde in der Geschäftsstelle der städtischen Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ am Markt 1-3 eröffnet. In einem gemeinsamen Projekt haben sich die Stadt Luckenwalde und die Wohnungsgesellschaft erfolgreich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Anlaufstellen für ältere Menschen“ des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben.

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Luckenwalde hat die Vorauswahl bestanden, maßgeblich unterstützt von der AG Barrierefreiheit unseres Senioren- und Behindertenbeirates und von der Kreishandwerkerschaft“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) bei der Eröffnung. „Und unser Antrag überstand auch die Endauswahl. 30 000 Euro wurden für die Errichtung eines Schauraumes bewilligt“, so die Bürgermeisterin weiter.

Ausstellung macht Ausstattungsmöglichkeiten anschaulicher

Für Horst-Ulrich König, Geschäftsführer der „Luckenwalder“, war das Vorhaben ein willkommenes Pendant zu seinen Ideen. Auch sein Plan war es, in der neuen Geschäftsstelle Ausstattungselemente anschaulich zu machen, unter denen Mieter bei Renovierung oder Erstbezug wählen können. „Manchmal helfen schon kleine Veränderungen wie ein entsprechender Küchenaufbau oder eine barrierefreie Dusche“, sagte er, „und dieser Komfort ist durchaus auch für jüngere Leute eine angenehme Sache.“

Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Besucher mit den Alltagshilfen vertraut machen. Vize-Bürgermeister Peter Mann testete den Treppenlift, die Vorsitzende des Behindertenbeirates, Evelin Kierschk, den Wannenlift; Horst-Ulrich König führte den Sitz in einer ebenerdigen Dusche vor. Andere Besucher begutachteten behindertengerechte Toiletten. „Manchmal sind Zwischenlösungen nötig und möglich“, sagte König, „zum Beispiel ein niedriger Duscheinstieg oder zusätzliche Haltegriffe.“ Potenzielle Mieter könnten sich um Zuzahlungen durch die Pflegekasse bemühen, andere Kosten würden laut König teilweise auf die Miete umgelegt. Die „Luckenwalder“ betreut derzeit 1400 Wohnungen mit rund 3000 Mietern.

Infos unter www.die-luckenwalder.de

Von Elinor Wenke

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