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Teltow-Fläming Neue Facette in der Autobauerstadt
Lokales Teltow-Fläming Neue Facette in der Autobauerstadt
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18:00 06.02.2013
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GENSHAGEN

. Es ist ein 7-Millionen-Euro-Bau mit 3600 Quadratmetern Nutzfläche. Jährlich werden dort bis zu 4000 Handelsvertreter aus Autohäusern bis zu fünf Tage lang geschult. Dafür gibt es insgesamt sieben multifunktionale Schulungsräume, ausgestattet mit allem an Technik, was für Karosseriemontage, Fahrwerk, Fahrassistenzsysteme oder erdgasbetriebene Autos nötig ist. Lediglich Schulungen für Schweißarbeiten werden andernorts konzentriert.

Arno Kalmbach, Leiter von VW-Service Deutschland, sagte bei der symbolischen Schlüsselübergabe, man wolle in den VW-Autohäusern „Spitzenmannschaften mit Spitzenqualität“. Das zweite derartige Schulungszentrum baut der Autokonzern derzeit in Freising bei München, die vier anderen sind in der Planung.

Damit gibt es in Ludwigsfelde die Tatsache, dass VW nun beiderseits des Berliner Autobahn-Südrings präsent ist: im südlich gelegenen Preußenpark mit seinem OTLG-Teilezentrum, im nördlichen Brandenburg Park mit dem neuen Schulungszentrum. Bei Gesprächen am Rande der Einweihung war zu hören, dass am Teilezentrum keine genügend große Fläche mehr vorhanden war. Doch darüber scheint man im neuen Schulungszentrum nicht traurig; wer für ein bis fünf Schulungstage komme, der dürfe nun im deutlich schöneren Areal mit dem angelegten See vor der Tür lernen. Reinald Walkemeyer als Chef des Vermarkters Brandenburg Park GmbH sagt dazu diplomatisch, der Name VW sei „natürlich für die Gesamtvermarktung wichtig“ und man sei stolz darauf, „dass in Ludwigsfelde das erste der neuen Schulungszentren fertig geworden ist“. Bürgermeister Frank Gerhard (SPD) kommentierte die Einweihung unter anderem mit den Worten: „Es ist nicht nur sinnvoll, was hier entstanden ist, es ist auch schön.“ Mit diesem Zentrum habe Ludwigsfelde in der Autobranche nun „das ganze Portfolio – neben Produktion und Ausbildung auch Schulung“, so der Rathauschef.

Das neue VW-Haus an der Seestraße ist aus ungedämmtem Gasbeton gebaut, verkleidet mit Lamellen aus Lärchenholz. Es steht auf einem knapp einen Hektar großen Grundstück. Versorgt werden Schulungsteilnehmer vor Ort – in den Bau wurde ein Betriebsrestaurant integriert. Vor der Tür gibt es 115 Parkplätze. Stolz ist man bei VW nicht nur auf die technische Ausstattung des Hauses, sondern auch auf die Architektur und auf die Wärmeversorgung – sie erfolgt vor Ort über fünf sogenannte „VW-Zuhause-Kraftwerke“.

Die Schulungsräume sind mit Wandbeamern ausgestattet, die von der Decke hängen, „so kann bei den Projektionen niemand im Licht stehen“, erklärt Gerhard Oldiges; der Kleinmachnower ist in der Wolfsburger Konzernzentrale Qualifizierungsleiter Technik im Ressort Service. Deutschlandweit qualifiziert der Konzern jährlich 37 000 Mitarbeiter. Die derzeit 63 Schulungsräume seien alle mit denselben Geräten und derselben Steuersoftware ausgestattet.

„Wir haben zwar bei VW eine Markentrennung zwischen VW, Audi, Seat oder Skoda. Aber die Mitarbeiter können sich mit ihren Geräten in jedem Schulungsraum einstöpseln und werden überall die gleichen Unterlagen finden“, erklärt Oldiges, „es gibt da aus betriebswirtschaftlichen Vernunftgründen eine Abstimmung der Grundkonzepte.“ Geschult werde in Genshagen sowohl für Aus- als auch für Weiterbildungen. Übernachten können Lehrgangsteilnehmer in dem Haus nicht, dafür bekommen sie vorab eine Liste mit Hotels und Pensionen der Region. (Von Jutta Abromeit)

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