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Teltow-Fläming Neues Friedhofskonzept
Lokales Teltow-Fläming Neues Friedhofskonzept
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16:50 02.01.2019
Die Trauerhalle in Berkenbrück soll saniert werden.
Ruhlsdorf

Für Nuthe-Urstromtal wurde ein neues Konzept für die 22 gemeindeeigenen Friedhöfe erarbeitet. Seit mehreren Jahren ist im Bestattungswesen ein Wandel erkennbar. Immer öfter werden Erdbestattungen durch Urnengrabstellen abgelöst. Grabstätten, auf denen die Namen der Verstorbenen stehen, werden durch anonyme Gräber, Baumgräber oder grüne Wiesen ersetzt. Zudem werden immer weniger Trauerfeiern durchgeführt.

Flächen werden verkleinert

Auch Änderungen im Friedhofsrecht stehen an. So ist unter anderem die Zulassung privatwirtschaftlicher Friedhöfe oder die Einstufung von Friedhofsleistungen als gewerbliche anstelle hoheitlicher Leistungen möglich. „Trotz aller Veränderungen wollen wir in allen Orten, bis auf Ahrensdorf, an den Friedhöfen festhalten“, sagt Andy Merten, Leiter des Ordnungsamtes. Allerdings müsse man schauen, dass es zu keiner Überkapazität kommt, deshalb sollen Friedhofsflächen teilweise verkleinert werden.

Friedhof wird abgerissen

Wie Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung mitteilte, wird der Friedhof in Ahrensdorf im Frühjahr dieses Jahres abgerissen. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren als Friedhofsträger in die Friedhöfe und Trauerhallen mehr als 140 000 Euro investiert. Priorität hatten die Trauerhallen, die nach und nach erneuert und modernisiert wurden.

Kosten nicht gedeckt

In den vergangenen Jahren hatten die Gemeindevertreter mehrfach darüber diskutiert, ob es sinnvoll sei, dass es in jedem Ort eine Trauerhalle gibt. Es wurde entschieden, dass die Gemeinde auch weiterhin die Unterhaltung und Bewirtschaftung übernimmt. Allerdings werden die Kosten nur zu einem Drittel durch die Einnahmen gedeckt. Die Gemeinde trägt über 60 Prozent. Um eine drastische Kostenerhöhung für die Bürger zu vermeiden, wurde beschlossen, die gesamte Friedhofsfläche aufzugliedern in Friedhof- und Parkfläche. So werden die anfallenden Kosten nur anteilig berechnet und die Bürger entlastet. Die Gebühr für die Benutzung der Trauerhallen blieb seit der Gebührensatzung im Jahr 2009 bisher konstant.

Wildschäden

Viele Friedhöfe liegen außerhalb oder am Rand der Ortschaften, so dass Wildschäden nicht ausbleiben. Bis 2022 sind im Haushalt jedes Jahr 5000 Euro für die Erneuerung der Friedhofszäune eingeplant. Zudem werden immer wieder kleinere Anschaffungen wie Außenbänke oder Stühle für die Trauerhallen getätigt oder Hecken und Bäume gepflanzt, um die Friedhöfe und Trauerhallen als Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit gebührend herzurichten und zu unterhalten. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die Friedhöfe trotz ihrer teilweise geringen Fläche nicht ausschließlich Friedhofs- sondern einen parkähnlichen Charakter aufweisen.

Sanierung der Trauerhallen

Geplant sind in den kommenden Jahren die Sanierung der Trauerhallen Berkenbrück und Liebätz, wobei die in Berkenbrück dringender ist, da sich die Halle in desolatem Zustand befindet und einer würdevollen Beerdigung und Trauerfeier nicht gerecht wird. „Und sie ist auch viel zu klein“ erklärt Merten.

Urnenwiese und Baumbestattungen

Die Gemeinde bietet in Woltersdorf eine anonyme Urnenwiese an und will als neue Grabanlage die Baumbestattung ermöglichen. „Somit hätten wir zwei weitere Bestattungsmöglichkeiten zu den klassischen Beisetzungen“, so Merten. Vier Ortsteile haben in Vor-Ort-Gesprächen eine Baumbestattung auf ihren Friedhöfen angeboten; Berkenbrück, Gottsdorf, Hennickendorf und Scharfenbrück.

Von Margrit Hahn

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