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Teltow-Fläming Neuer Chefchirurg im DRK-Krankenhaus
Lokales Teltow-Fläming Neuer Chefchirurg im DRK-Krankenhaus
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01:15 20.01.2019
Thomas Kaschewsky, Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie im Luckenwalder Krankenhaus. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

In einer Zeit, da das Luckenwalder DRK-Krankenhaus durch eine sogenannte Plan-Insolvenz in die Schlagzeilen geraten ist, verbreitet er gute Stimmung: Thomas Kaschewsky ist der neue Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie in der Luckenwalder Klinik. Seit dem 1. November führt er als Nachfolger von Thomas Kolombe Regie auf der Traumatologie mit 37 Betten, zwei Oberärzten und sechs Assistenzärzten. 3500 Operationen werden hier jährlich durchgeführt. „Es ist ein überaus freundliches Haus, das erlebt man nicht überall“, lobt der 53-Jährige.

Kaschewsky ist Facharzt für spezielle Unfallchirurgie und Rettungsmedizin, obwohl er eigentlich Internist werden wollte. Auf der Zielgeraden seines Medizinstudiums faszinierte ihn dann doch die Chirurgie und er blieb dabei. „Als ich das erste Mal bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn als verantwortlicher Notarzt stand und später in der Klinik die Patienten operierte, war mir klar, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte“, sagt er heute.

Bis September in Ludwigsfelde tätig

Nach Erfahrungen in einer Sportklinik in Österreich und mehreren deutschen Bundesländern zog es den gebürtigen Westberliner vor acht Jahren zurück in die Heimat. Bis vergangenen September war Kaschewsky Chefchirurg im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde, das er auf eigenen Wunsch und ohne Wehmut verlassen hat.

Seine Spezialität sind künstliche Gelenke, vor allem Knie-Prothesen. „Bei den meisten Erstimplantationen sind das gar keine vollständigen Prothesen, sondern ein knochensparender Oberflächenersatz“, erklärt der Experte, dadurch habe man bei einer weiteren OP noch gute Chancen. Laut Kaschewsky hält ein künstliches Gelenk zehn bis 20 Jahre, danach kann es locker werden und muss gewechselt werden. „Die Menschen werden immer älter; jetzt haben wir die Hoch-Zeit der Wechsel-OPs“, sagt er.

Krawatte aus Respekt vor dem Patienten

Kaschewskys Markenzeichen sind neben seiner Erfahrung die Krawatte und der Kontakt zum Patienten. „Die Krawatte ist ein Ausdruck von Respekt gegenüber dem Patienten“, ist er überzeugt und legt seinen Mitarbeitern nahe: „Wir sind die Profis, der Patient ist immer in einer Ausnahmesituation.“ Kaschewsky legt Wert auf das Gespräch mit dem Patienten. „Wir operieren kein Röntgenbild, sondern Menschen“, sagt er. Jeder habe andere Erwartungen an die Medizin und die eigene Lebensqualität. „So betreiben wir auch bisschen Sozialkosmetik“, meint er lächelnd.

Als er dem Luckenwalder Krankenhaus zugesagt hat, wusste er nichts von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Trägergesellschaft und der drohenden Insolvenz. „Sonst wäre ich vielleicht nicht gekommen, aber ich habe den Schritt nicht bereut“, sagt der gut gelaunte und hoch motivierte Chefarzt.

Von Elinor Wenke

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