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Teltow-Fläming Neujahrsempfang „25 Jahre Teltow-Fläming“
Lokales Teltow-Fläming Neujahrsempfang „25 Jahre Teltow-Fläming“
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15:06 20.01.2019
Die Preisträger des Teltow-Fläming-Preises sowie Kornelia Wehlan (2.v.l.), Gerhard Kalinka (r.) und Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski (4.v.l.). Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Mehrere hundert Mal schüttelten Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Kreistagsvorsitzender Gerhard Kalinka (Bündnis 90/Die Grünen) am Freitagabend im Luckenwalder Kreishaus die Hände. Mehr als 600 von 700 eingeladenen Gästen kamen zum Neujahrempfang unter dem Motto „25 Jahre Landkreis Teltow-Fläming“ und wurden von den Spitzenpolitikern persönlich begrüßt.

Mehr als 600 Gäste waren gekommen. Quelle: Elinor Wenke

„Das Jubiläumsjahr hätte nicht besser beginnen können“, lobte Kornelia Wehlan. Im Landkreis-Ranking von Focus Money belegte Teltow-Fläming im deutschlandweiten Vergleich Platz 32 – besser war noch nie ein ostdeutscher Landkreis. Sie verwies auf die fertiggestellte B 101, die beliebte Fläming-Skate, erfolgreiche Gewerbegebiete, den Biotechnologiepark oder das Museumsdorf Glashütte.

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„Aber eine Boom-Region hat auch Wachstumsschmerzen“, räumte sie ein. So fehle es an bezahlbarem Wohnraum, an Kitaplätzen und Erzieherinnen, an Fachpersonal und ausreichender Mobilität. Eine Chance sieht sie „in der Wirtschaftsmaschine BER“. Man müsse aber Voraussetzungen schaffen, um auch den Süden des Landkreises zur Flughafenregion zu befördern.

Mehr als 600 Gäste waren zum Neujahrsempfang 2019 des Landkreises Teltow-Fläming am 18. Januar ins Kreishaus Luckenwalde gekommen. Es gab Preise und Urkunden, Vorführungen, Essen, Musik und Gespräche.

Gerhard Kalinka erinnerte an die Anfänge des Landkreises, an Erfolge als Wirtschafts-, Kultur-, Sport- und Tourismusregion. Ausdrücklich würdigte er drei Wegbereiter der ersten Stunde – das mutige SPD-„Dreigestirn“: Klaus Bochow als Organisator und Garant des demokratischen Prozesses im Kreistag, Christoph Schulze als cleverer Cheforganisator seiner Partei und Landrat Peer Giesecke, „der mit Charme, Weitblick, Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft als Frontmann“ vieles möglich machte.

Bei aller Kritik am Politikstil sähe Teltow-Fläming ohne die Drei heute anders aus, ist Kalinka überzeugt. „Die Aufbaujahre waren keine Zeit für Bedenkenträger, Zaudern und Abwarten“, so Kalinka, „doch sie haben persönlich bittere Preise bezahlt.“ Bochow ist viel zu früh gestorben. Schulze hat sich im Streit mit seiner Partei zurückgezogen, Giesecke wurde abgewählt. Kalinka forderte, alle Menschen „in die nächsten 25 Jahre des Aufbaus“ mitzunehmen, auch jene, die sich derzeit nicht wertgeschätzt, die sich gekränkt oder verhöhnt fühlen.

Geehrt mit Anerkennungsurkunden

Marlies Koppehele – pflegt das Brauchtum der Fläming-Trachten Thyrower Theater-Truppe – bringt seit 2002 regelmäßig eigene Stücke auf die Bühne Mechthild Falk – engagiert sich als Pfarrerin in Jüterbog für die Flüchtlingshilfe Familie von Lochow – eröffnete in Petkus das erste Skatehotel der Welt Margret Hermanns – sorgt als Tagesmutti in Luckenwalde für das Wohl der Kleinsten Kreismusikschule Teltow-Fläming – begeistert mit ihren Auftritten und bereichert Feierstunden

Mit dem traditionellen Teltow-Fläming-Preis wurden diesmal geehrt: IHK-Chef Randolf Kluge für sein Engagement für Wirtschaft, Ausbildung und Tourismus; das Team Fußball-WM der Schulen in Dahlewitz für das Bemühen um Fairness, Toleranz, Teamgeist und sportlichen Vergleich; Karin und Klaus-Bernhard Friedrich für ihre sozialen Projekte für Benachteiligte; die Verkehrswacht Teltow-Fläming als kluge Ratgeber und geduldige Lehrer in Sachen Verkehrssicherheit sowie Waldemar Schmidt – er engagiert sich für umweltschonende Solarenergie. Außerdem wurden weitere sechs Anerkennungsurkunden überreicht.

Neue Chronik überreicht

Druckfrisch übergaben Flämingköniginnen der vergangenen Jahre die neue Chronik „25 Jahre TF“ an die Gäste und im Kreistagssaal gab es neben einem Bühnenprogramm Infostände mehrerer Gemeinden.

Von Elinor Wenke