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Teltow-Fläming Workshop zur Jugendbeteiligung
Lokales Teltow-Fläming Workshop zur Jugendbeteiligung
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10:45 24.01.2020
Der Sozialausschuss tagte am Mittwochabend im Familienzentrum in Altes Lager. Quelle: Isabelle Richter
Altes Lager

Das Thema Jugendbeteiligung beschäftigt die Gemeinde Niedergörsdorf bereits seit dem vergangenen Jahr. Jetzt werden die Pläne konkreter. Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Paul Schuknecht (SPD), stellte in der jüngsten Sitzung des Gremiums den weiteren Fahrplan bis April vor. Ein Workshop am kommenden Donnerstag soll das Vorhaben ins Rollen bringen.

Gemeinde will sich langsam herantasten

Rückblick: Im November beschäftigte sich der Sozialausschuss mit der Frage, ob Kinder- und Jugendliche aus der Gemeinde Niedergörsdorf ein eigenes Gremium bekommen sollen. Eine Umfrage in der Blönsdorfer Grundschule ergab, dass der Nachwuchs durchaus an der Gründung eines Jugendbeirates interessiert ist.

Um die Heranwachsenden nicht zu überfordern, einigten sich die Mitglieder des Sozialausschusses darauf, die Kinder- und Jugendlichen vorher zu begleiten und sie Schritt für Schritt an das Thema heranzuführen. Für das Jahr 2020 sollen deshalb zunächst alternative Formen der Beteiligung gefunden werden. Die Entscheidung über die Gründung eines Jugendbeirates wurde noch vertagt.

Gruppenarbeit mit Kinder aus verschiedenen Ortsteilen

Bei einem Gespräch zwischen Paul Schuknecht (SPD), Niedergörsdorfs Hauptamtsleiterin Andrea Schütze und Jugendsozialarbeiter Peter Baade wurde nun eine erste Strategie entwickelt. Eine Bestandsaufnahme soll die Erwachsenen zuerst darüber aufklären, was es in den einzelnen Ortsteilen schon für Angebote gibt und was sich die Kinder- und Jugendliche in ihrem Ortsteil noch wünschen. Der 90-minütige Workshop an der Blönsdorfer Grundschule soll erste Erkenntnisse bringen.

Teilnehmen werden ausgewählte Schüler der Jahrgangsstufen drei bis sechs. Aus jedem der insgesamt 22 Ortsteile soll mindestens ein Kind vertreten sein. Paul Schuknecht und Peter Baade werden den Workshop am Donnerstag moderieren. „In der ersten Phase werden wir den Kindern noch einmal erläutern, um was es eigentlich geht“, so Schuknecht. Im Anschluss folge eine Gruppenarbeit, bei der sich die Schüler zu konkreten Fragen austauschen sollen. „Es geht in erster Linie darum, die Gruppen nach Altersstufen zu mischen, sodass jüngere und ältere Kinder aus verschiedenen Ortsteilen zusammenarbeiten“, so der Ausschussvorsitzende weiter.

Erwachsene müssen unterstützen

In den Wochen danach soll der aktuelle Ist-Stand für jeden Ortsteil auf einem Plakat zusammengetragen werden. Dabei sollen weitere Kinder aus den Ortsteilen hinzugezogen und von ihrem jeweiligen Ortsvorsteher unterstützt werden. Im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung am 22. April werden die Plakate dann präsentiert. „Wir denken, dass das eine Menge bei den Kindern auslösen kann, aber die Kinder sicherlich auch an ihre Grenzen stoßen werden und noch Unterstützung brauchen“, erklärte Paul Schuknecht. „Wir brauchen da einfach Erwachsene, die sich kümmern.“

Keine Aufteilung in Altes Lager

Da der Ortsteil Altes Lager mit mehr als 1900 Einwohnern und dem größten Anteil von Kinder- und Jugendlichen für eine Gruppe allein nur schwer abzubilden sei, schlug der Ausschussvorsitzende vor, den Ort alternativ in drei Wohngebiete aufzuteilen. Ortsvorsteher Marko Göritz und Ausschussmitglied Frank Woitzik (AfD) gaben allerdings zu Bedenken, dass dies eine Spaltung innerhalb des Ortsteiles begünstigen würde.

„Man will Altes Lager ja zusammenbringen und da müssen auch mal welche vom Flugplatz in die Siedlung kommen und anders herum“, so Göritz. Paul Schuknecht zeigte Verständnis für die Problematik. Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, Altes Lager doch als Ganzes zu betrachten. Mehr erwachsene Unterstützer würden dennoch benötigt.

Keine einmalige Sache

Darüber hinaus gaben Ausschussmitglieder und Gäste zu Bedenken, dass auch die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren mehr berücksichtigt werden müssten. Denn auch von deren Seite gebe es Wünsche. Hauptamtsleiterin Andrea Schütze sagte daraufhin: „Dieser Prozess muss ständig fortgeführt werden. Das ist keine einmalige Sache.“ Mit dem Workshop und der Ergebnispräsentation im April solle lediglich der erste Schritt zur Kinder- und Jugendbeteiligung eingeleitet werden.

Von Isabelle Richter

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