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Teltow-Fläming Niedergörsdorf beschließt Haushalt 2019
Lokales Teltow-Fläming Niedergörsdorf beschließt Haushalt 2019
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20:04 21.02.2019
Beschlüsse durchsetzen: Das Dorfgemeinschaftshaus in Danna soll saniert werden.
Beschlüsse durchsetzen: Das Dorfgemeinschaftshaus in Danna soll saniert werden. Quelle: foto: Isabelle Richter
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Niedergörsdorf

Der Niedergörsdorfer Haushalt für das Jahr 2019 ist beschlossene Sache. Am Mittwochabend gab es von den Gemeindevertretern einstimmig grünes Licht. Im Vorfeld hatte Kämmerin Martina Schlanke die geplanten Investitionen für dieses Jahr vorgetragen. Bereits im Dezember gab es einen kurzen Auszug.

„Wir haben darauf geachtet, alle Maßnahmen unterzubringen, die wir im vergangenen Jahr beschlossen haben“, erklärte Bürgermeisterin Doreen Boßdorf (Bürgergemeinschaft). Demnach stehen auf der Liste unter anderem die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Danna und der Skatepark in Altes Lager.

Sicherungskonzept weiterhin notwendig

Zur Haushaltssituation erklärte Martina Schlanke: „Diese hat sich in sofern nicht wirklich verändert, als dass wir letztendlich immer defizitär aufgestellt sind.“ Der Grund: Die jährlich etwa über 2 Millionen hohen Abschreibungen, die der Gemeinde durch die Vielzahl an Immobilien und Anlagevermögen aller Art entstehen, können nicht durch eigene Erträge voll finanziert werden. „Es bleibt dabei, dass es uns jährlich nicht gelingt, diese Deckungslücke zu sichern“, so Schlanke.

Aufgrund dessen wird auch in den nächsten Jahren ein Haushaltssicherungskonzept nötig sein. Der Beschluss zur Aufstellung eines solchen Konzeptes für den Zeitraum 2019 bis 2022 wurde deshalb ebenfalls am Mittwoch gefasst.

Kein Ausgleich für Anliegerbeiträge

Darüber hinaus erklärte Martina Schlanke, dass die Hebesätze der Gemeinde in 2019 unverändert bleiben. Mit Blick auf die Zukunft müsse dort jedoch etwas passieren. Denn die Hebesätze liegen derzeit unter dem Landesschnitt. „Wir verschenken jährlich um die 90 000 Euro“, so die Kämmerin dazu.

Einen großen Teil der Aufwendungen machen jährlich auch die drei Millionen Euro für Transferleistungen aus. Hier schlage vor allem die Kreisumlage zu Buche. Aus Sicht der Gemeinde Niedergörsdorf und anderer Kommunen ein „No Go“. Denn nach Abzug bleibt von den Schlüsselzuweisungen des Landes fast nichts mehr übrig.

Weiterhin hat die Gemeinde für 2019 trotz aktueller Diskussion auch die noch ausstehenden Anliegerbeiträge mit eingeplant. Für die Rohrbecker Ortsdurchfahrt sind noch rund 105 000 Euro fällig. Die seien aus Sicht der Kämmerin auch dringend nötig, um geplante Investitionen sicherzustellen. „Einen anderen Ausgleich gibt es bisher nicht“, so Schlanke.

Von Isabelle Richter