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Teltow-Fläming Niedergörsdorf feiert 25 Jahre Gemeinde
Lokales Teltow-Fläming Niedergörsdorf feiert 25 Jahre Gemeinde
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07:02 03.07.2017
Die Dennewitzer Flämingtrachten auf der Bühne. Quelle: Martina Burghardt
Altes Lager

Wenn das Dorffest naht, zieht es auch die Städter zurück in die Heimat – so lautet sinngemäß die Zeile eines Liedes, zu dem die Dennewitzer Trachtengruppe gern tanzt. Und so war es auch am Freitagabend, als im „Haus“ Altes Lager das 25-jährige Bestehen der Gemeinde Niedergörsdorf gefeiert wurde: mit Gemeindevertretern, Ortsvorstehern, Angestellten und Gästen, die sich nach wie vor mit Niedergörsdorf verbunden fühlen.

Genau dieses Gefühl von Heimatliebe war der rote Faden für das von den Niedergörsdorfern selbst gestaltete Festprogramm auf der Bühne, den geselligen Teil danach und den Ausklang mit Tanz bei Live-Musik. Sogar eine Premiere gab es: Die Dennewitzer Flämingtrachten präsentierten erstmals ihr eigenes, nach der Dreivierteltakt-Melodie von Patrona Bavariae geschriebenes Lied, das mit der Zeile endet: „Fläming, mein Heimatland, ich liebe dich so sehr.“

Kitas mussten schließen, auch die einzige weiterführende Schule

Als eine „spannende Zeit“ beschrieb Bürgermeister Wilfried Rauhut in seiner Festrede die Anfänge des gemeinsamen Weges von Amt und Kommune. Investitionen, Infrastruktur, der Erhalt des Vereinslebens – vieles war damals in Bewegung, und die Richtung war von Anfang an bestimmt: „In jeder Gemeinde, jedem Ortsteil“, so der Bürgermeister, „muss etwas passieren.“ Ein existenziell wichtiger Gedanke, denn vor allem die jungen Menschen verließen die Region, um anderswo Arbeit zu bekommen. Kitas mussten schließen, auch die einzige weiterführende Schule.

Diesen Trend aufzuhalten und die Gemeinde lebenswert und attraktiv zu gestalten, ist ein Grundgedanke des Leitbildes, das sich die Gemeinde im Jahr 2007 selbst gegeben hat. Das Motto „Niedergörsdorf gestalten – leben im Herzen des Flämings“ ist nach wie vor Programm. Dabei soll „die Eigenart, das Besondere in jedem der 22 Ortsteile“ bewahrt werden, so der Bürgermeister. Mit zahlreichen Beispielen erinnerte er an die Entwicklung in den zurückliegenden 25 Jahren, unter anderem an die Schaffung eines ganz neuen Ortsteiles auf dem ehemaligen Militärflugplatz und den Ausbau des einstigen Offizierskasinos zum Kulturzentrum „Das Haus“, das Rauhut als „Vorzeigeobjekt der Konversion“ bezeichnete.

Auch die Schwierigkeiten wurden bei der Feier angesprochen

Welche Schwierigkeiten es gab und gibt, klang bei dieser Jubiläumsfeier ebenfalls an, ob es nun um Meinungsverschiedenheiten zwischen Gemeindevertretern und Verwaltung oder um die Ablehnung der nächsten Kommunalreform geht. „Wir werden nicht ,heiraten‘“, bekräftigte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Erhard Nitsche (SPD) die Worte des Bürgermeisters. Die Gemeinde will ihren Weg allein weitergehen. Das wird allerdings nicht mehr so lange mit Wilfried Rauhut passieren. Er wird seinen Bürgermeisterposten bald aufgeben (die MAZ berichtete).

Mehr Kooperation der Kommunen im Fläming hätte sich Uwe Gottwald gewünscht. Der ehemalige Leiter der Grundschule Blönsdorf ist Gemeindevertreter in der Gemeinde Niederer Fläming, die sich mit dem Amt Dahme zusammenschließen will. „Wilfried Rauhut kämpft für seine Gemeinde“, sagte er anerkennend. Für Viola Heimke, die seit 2011 den Pflegedienst und die Senioren-Tagespflege in Niedergörsdorf betreibt, ist die Unterstützung wichtig. Obwohl „viele Steine“ im Weg lagen, habe sie vieles umsetzen können. Auch für das nächste Großprojekt – die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum – ist ihr wohl die Hilfe der Gemeinde sicher.

Von Martina Burghardt

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