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Teltow-Fläming Ein Band über Rudolf Thome
Lokales Teltow-Fläming Ein Band über Rudolf Thome
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07:17 31.07.2019
Rudolf Thome und Serpil Turhan vor seinem Bauernhof in Niendorf, den er seit den 1990er-Jahren besitzt. Quelle: Karen Grunow
Niendorf

Die Lebensdauer von Blumen könne einen ganz schön melancholisch machen, schrieb Rudolf Thome vor einigen Tagen in seinem Online-Tagebuch. Der in Niendorf lebende Filmregisseur hat dazu ein Hortensien-Foto aus dem Garten seines Bauernhofs gepostet. Tagtäglich lässt er seine Leser an den kleinen und großen Themen seines Alltags teilhaben. Viel ist auf www.moana.de über ihn zu erfahren, auch durchaus Persönliches. Es gibt zum Nachlesen einige seiner Drehbücher zu Filmen wie „Pink“ oder „Reise ins Blaue“.

Wer noch mehr über ihn erfahren möchte, dem sei eine der jüngeren Ausgaben der Reihe „Film-Konzepte“ ans Herz gelegt. Jede der Ausgaben ist einem anderen bedeutenden Filmemacher gewidmet. Nummer 51 konzentriert sich auf Rudolf Thome, der am 14. November 1939 im hessischen Wallau geboren wurde.

Der Frauenfilmer Thome

28  Spielfilme hat er realisiert, außerdem Kurzfilme. Den ersten im Jahr 1967, „Galaxis“, zwei Jahre später dann den ersten Langfilm mit „Detektive“, kurz darauf „Rote Sonne“. Zwei Filme, in denen, wie Gerhard Midding in der Thome-Ausgabe der „Film-Konzepte“ darlegt, die „Sprunghaftigkeit des Kinos von Godard & Co., sein Faible für kecke Dialoge und aus dem Hollywoodkino entlehnte Gesten“ nachhalle. Angesteckt von der französischen Nouvelle Vague, wollen Thome und weitere in München eine Filmproduktionsfirma gründen. Bereits seit Mitte der 1960er Jahre schreibt er Filmkritiken, auch als dann bald beachteter Filmemacher bleibt er dabei, seine Begeisterung für das Kino für Zeitungen und Zeitschriften in Worte zu fassen.

Über ihn wurde oft gesagt, er sei ein Regisseur der Frauen. Seine Filme beginnen oft mit Frauen in verzwickten Situationen, schreibt Norbert Grob, der Thome und den Frauen ein Kapitel widmet. Bei ihm seien sie bestimmend, stark, selbstgewiss, tatkräftig, kommentiert der Autor.

Vielfältige Analysen zu seinem Werk

Alle Texte des Bandes sind kluge Analysen der Filme und des Filmkenners Thome. Doch auch seine Tochter Joya wird ausführlicher vorgestellt, ist sie doch mit ihrem erfolgreichen Kinderfilm „Königin von Niendorf“ in gewisser Weise in die Fußstapfen ihres Vaters getreten. Wie häufig auch er hat sie in Niendorf jenen Film gedreht. Derzeit arbeitet sie an einer Dokumentation über jugendliche Influencerinnen in den USA.

Musste auch Filmprojekt abgeben

Zu Wort kommt auch Serpil Turhan in einem Interview mit Birgit Kohler. Turhan, selbst mehrfach Darstellerin in Rudolf Thomes Filmen, hat 2014 die berührende Doku „Rudolf Thome – überall Blumen“ gedreht. Sie hat den Regisseur dabei begleitet, wie er noch einmal ein neues Drehbuch beginnt, dann aber wegen mangelnder Finanzierung von dem geplanten Filmprojekt absehen muss.

„Film-Konzepte“, Nummer 51: Rudolf Thome, herausgegeben von Tobias Haupts, erschienen bei et+k edition text+kritik, 20 Euro

Von Karen Grunow

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