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Teltow-Fläming Noch mehr Industrie – Genshagen ist skeptisch
Lokales Teltow-Fläming Noch mehr Industrie – Genshagen ist skeptisch
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10:17 02.02.2018
Zwischen Genshagen und Ludwigsfelde ist das Industriegebiet Eichspitze geplant, den B-Plan Süd lehnen die Genshagener ab.
Ludwigsfelde

Gegen den Widerstand des Ortsteils Genshagen haben die Stadtverordneten von Ludwigsfelde beschlossen, den Bebauungsplan Eichspitze Süd aufzustellen und dafür den Flächennutzungsplan zu ändern. Dabei handelt es sich um den Abschnitt Süd im Gewerbegebiet Eichspitze. Der soll auf dem Feld zwischen B 101 und dem Flüchtlingswohnheim entstehen. Beide Entscheidungen fielen mehrheitlich. Der Ortsbeirat wird angehört, hat jedoch bei Entscheidungen kein Stimmrecht.

Letzte Großflächen für Investoren

Für den Bereich Eichspitze Nord hatten sich nach den Worten der Stadtverwaltung so viele Investoren gemeldet, dass weiterer Flächenbedarf besteht. Der soll mit Entwicklung des etwa 43 Hektar großen Abschnitts Süd bedient werden. Gesucht werden bis zehn Hektar große Grundstücke. Die gibt es im Stadtgebiet nicht mehr, weder im Industriepark noch im Preußenpark oder auf der anderen Seite der B 101 im bereits fertig parzellierten Brandenburg Park. Dieser sei ohnehin nur für Gewerbe, nicht jedoch für Industrie zugelassen, heißt es in der Begründung zur Aufstellung des B-Plans Eichspitze Süd.

Die Genshagener, auf deren Gemarkung das geplante Industriegebiet liegt, sind dagegen. Das erklärte Ortsvorsteher Dirk Houschka vor den Stadtverordneten im Namen des Ortsbeirats. Dieser habe lange beraten. Aber weil niemand aus dem Rathaus bei dieser Sitzung war, der die vielen Fragen hätte beantworten können, stimme man den Plänen nicht zu, so Houschka. Er erklärte, der Bereich Eichspitze Süd liege deutlich näher am Dorf als der Rest des künftigen Industriegebiets. Deshalb befürchteten die Genshagener noch mehr Verkehr und Lärm, als sie ohnehin schon mit den riesigen neuen Hallen ertragen müssten.

Lebensraum nicht noch weiter dezimieren

„Aus diesem Grund sollte zwischen die Stadt und Genshagen nicht noch ein Industriegürtel gelegt werden“, so der Ortsvorsteher. Offen sei zum Beispiel die Frage, was für Industrie dorthin komme. Und der Sprecher des größten Ortsteils monierte, dass mit den Anwohnern bisher noch nicht gesprochen worden sei und zudem die Vorstellungen der Genshagener im Verkehrskonzept der Stadt nicht enthalten seien. Unterstützung bekamen die Dorfbewohner vom ortsansässigen Stadtverordneten Heiko Müller (fraktionslos/Republikaner). Er sagte vor der Abstimmung: „Tun Sie mir den Gefallen, schneiden Sie nicht noch mehr Lebensraum ab.“

Bürgermeister: „Wir nehmen die Bedenken sehr ernst“

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) erklärte, er verstehe die Einwände. Sie seien für ihn sehr nachvollziehbar, Genshagen sei mehr betroffen als jeder andere. „Genau aus diesem Grund haben wir Investoren bereits weggeschickt“, so Igel. Die großen neuen Hallen direkt am Dorfrand seien von einem Entwickler gebaut und von Mietern, vorrangig Logistikern, belegt worden. Baurechtlich sei das eine völlig andere Situation als für das jetzt entstehende Gebiet Eichspitze, so der Bürgermeister. „Diese Flächen gehören bald der Stadt, dort bestimmen wir baurechtlich, was passiert. Wir nehmen die Bedenken aus dem Ortsteil sehr ernst.“ Den Ortsbeirat bat er, sich in die nun beginnende Diskussion einzubringen.

Von Jutta Abromeit

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