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Nuthe-Urstromtal Drei Wehren feiern 85 Jahre Zusammenarbeit
Lokales Teltow-Fläming Nuthe-Urstromtal Drei Wehren feiern 85 Jahre Zusammenarbeit
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15:19 11.08.2019
In Ahrensdorf packt die Feuerwehr zusammen an, egal ob im echten Einsatz oder beim Wettkampf um den Pokal des Bürgermeisters am Samstag. Quelle: Victoria Barnack
Ahrensdorf

Sie sind zusammen im Einsatz und deshalb feiern sie auch zusammen. Vor 85 Jahren gründeten sich die Feuerwehren in Ahrensdorf, Liebätz und Märtensmühle quasi zeitgleich. Am Samstag wurde nicht nur das sondern auch die seitdem bestehende Kameradschaft untereinander gefeiert.

„Damals, zur NS-Zeit, gab es einen Erlass“, erzählt Manuel Jähring. Der stellvertretende Wehrleiter gehört zu den ältesten Mitgliedern. 23 Männer meldeten sich 1934 für die „feuerlöschpflichtige Mannschaft“ in Ahrensdorf an. Nicht gerade wenig Brandschützer für das kleine Dorf.

Über zu wenig Mitglieder kann die freiwillige Feuerwehr von Ahrensdorf 85 Jahre nach ihrer Gründung nicht klagen. Quelle: Victoria Barnack

Auch derzeit sieht es personell in Nuthe-Urstromtal gut aus. In 20 der 23 Orte gibt es noch eine Feuerwehr. „Unsere Kinder- und Jugendwehr ist im Landkreis sogar die größte“, berichtet Gemeindebrandmeister Mathias Richter.

Auch in Ahrensdorf haben sich wieder junge Brandschützer gefunden. Entscheidend für die Zukunft wird aber sein, ob sie auch in der Gemeinde bleiben. „Da spielt die Attraktivität der Feuerwehr eine große Rolle“, weiß Richter.

Der inzwischen 24. Löschangriff Nass um den Pokal des Bürgermeisters war ein Publikumsmagnet und der spannende Auftakt der Jubiläumsfeier. Quelle: Victoria Barnack

Schöne Feste und Wettkämpfe könnten dazu beitragen, seien aber nur ein Aspekt. In Ahrensdorf fehle es an anderen Dingen: moderne Technik, passende Kleidung für den Nachwuchs, funktionierende Geräte. Sie haben weder Einsatzfahrzeug noch ein ordentliches Feuerwehrgerätehaus. Laut Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos) habe sich seit der Gründung der Wehr wenig getan.

„Gemeinde gerät an die finanzielle Belastbarkeitsgrenze“

Er nimmt es beim offiziellen Festakt mit Humor, obwohl ihm eigentlich nicht zum Lachen ist. „Unsere Gemeinde gerät an die finanzielle Belastbarkeitsgrenze“, sagt er. Vorgaben vom Land engen den Spielraum zusätzlich ein.

Stefan Scheddin und Gemeindebrandmeister Mathias Richter begrüßten zur Eröffnung des Festtages in Ahrensdorf auch Wehren aus anderen Orten. Quelle: Victoria Barnack

Scheddin hatte selbst mindestens genauso viele Wünsche wie die Gastgeber am Samstag. Einen hauptamtlichen Feuerwehrmann in der Gemeinde zum Beispiel, neue Löschfahrzeuge oder mehr Anerkennung für die Ehrenamtler. Doch das Geld fehlt. Ein großes Geschenk zum Jubiläum gibt es für die drei 85-jährigen Wehren deshalb nicht.

Großes Lob vom Gemeindebrandmeister

Dennoch: Scheddin und Richter wissen sehr wohl, was sie an den Brandschützern aus Ahrensdorf, Liebätz und Märtensmühle haben. „Sie fahren zusammen auf Einsätze, der Ausbildungsstand ist gut, die Gemeinschaft funktioniert einwandfrei“, sagte der Gemeindebrandmeister. Großes Lob zum Festtag also.

Von Victoria Barnack

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