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Nuthe-Urstromtal Christel und Helmut Pusch aus Dümde feiern diamantene Hochzeit
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13:49 19.04.2019
Das diamantene Paar Christel und Helmut Pusch Quelle: Margrit Hahn
Dümde

Christel und Helmut Pusch haben am 18. April 1959 geheiratet. Mit der Kutsche fuhren sie damals zum Standesamt nach Stülpe. „Es war so windig, dass mir fast der Schleier weggeflogen wäre“, erinnert sich die 83-jährige Christel Pusch 60 Jahre später. Zwei Wochen vor der Hochzeit hatte Helmut Pusch seine Liebste mit dem Pferdewagen aus Gottow abgeholt. Er nahm nicht nur seine zukünftige Frau mit, sondern lud auch ihre Nähmaschine und eine Couch auf. Seitdem wohnen sie in Dümde – im Elternhaus von Helmut Pusch. Am Gründonnerstag feierte das Paar nun seine diamantene Hochzeit.

Hochzeitskleid von der Schneiderin

Ihre Nähmaschine wollte Christel Pusch damals unbedingt mitnehmen. Sie hat schon immer gern genäht, für sich und ihre Schwestern. Ihr Hochzeitskleid ließ sie sich aber dann doch von einer Schneiderin nähen. Noch bevor das Kleid aber fertig war, zog die Schneiderin aber von Gottow nach Rangsdorf. „Zur letzten Anprobe musste ich nach Rangsdorf fahren“, erzählt Christel Pusch. Ihre Nähmaschine funktioniert noch immer. Sie steht im Wohnzimmer und wird bei Bedarf in Gang gesetzt.

Viele Gemeinsamkeiten

Christel und Helmut Pusch haben viele Gemeinsamkeiten. Beide sind Jahrgang 1935, beide haben in der Landwirtschaft gearbeitet. „Wir waren in Dümde drei Jungs zu Hause, ich war der Mittlere“, sagt der 84-jährige Helmut Pusch, der neun Monate älter ist, als seine Frau. „Wir waren in Gottow drei Mädchen, und ich war ebenfalls die Mittlere“, ergänzt Christel Pusch. Da ihre Väter im Krieg gefallen waren, mussten Beide schon in jungen Jahren zu Hause mit anpacken. Mit 13 Jahren kannten sie sich mit allen landwirtschaftlichen Arbeiten aus. Sie melkten Kühe, mähten mit der Sense, pflügten mit dem Pferdegespann.

Mitglied im Gesangsverein

Trotz der vielen Arbeit trat Helmut Pusch mit 16 Jahren dem Dümder Gesangsverein bei. In den Wintermonaten trafen sich die Sänger zu Probe und Auftritten. Und er spielte sieben Jahre lang Fußball. „Wenn wir vom Auswärtsspiel kamen und gewonnen hatten, wurde im Bus gesungen. Ich musste immer anstimmen“, erzählt der zweifache Familienvater, vierfache Opa und fünffache Uropa.

Alltagspflichten werden geteilt

Mit dem Alter kamen Wehwehchen. Doch gemeinsam meistern Christel und Helmut Pusch den Alltag. Die beiden Frühaufsteher teilen sich die Aufgaben in Haus und Garten auf. Ein Auto hatte das Paar nie. „Wir hatten ja ein Moped. Damit haben wir alles erledigt“, erzählt Helmut Pusch. So holten sie damals mit ihrer Schwalbe sogar die Tapeten für die Renovierung des Hauses. Er erinnert sich gern daran, wie er zu dem Zweirad gekommen ist. Früher fuhr immer ein Fahrzeug der Konsumgenossenschaft übers Land. Neben Waren des täglichen Bedarfs gehörten auch Haushaltswaren dazu. Als irgendwann einmal auch Mopeds angeboten wurden, zögerte Helmut Pusch nicht lange und kaufte eines. Jetzt im Alter bedauern sie es manchmal, dass sie kein Auto haben. Doch wenn Einkäufe, Behördengänge oder Arzttermine anstehen, helfen ihre Kinder und Enkel.

 

Von Margrit Hahn

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