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Nuthe-Urstromtal Baulückenkataster soll erstellt werden
Lokales Teltow-Fläming Nuthe-Urstromtal Baulückenkataster soll erstellt werden
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17:47 02.04.2019
Für Berkenbrück wurde extra der Bebauungsplan geändert, damit Häuslebauer ihren Wünschen entsprechend bauen können. Quelle: foto: Margrit Hahn
Ruhlsdorf

Fast täglich gibt es Anfragen von jungen Familien, die in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal bauen möchten. Das Problem ist, dass kaum Grundstücke zur Verfügung stehen und Flächen aus unterschiedlichen Gründen nicht bebaut werden dürfen, unter anderem wenn es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt. Zudem befinden sich freie Grundstücke oftmals in Privatbesitz.

Gültiger Flächennutzungsplan

Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal verfügt über einen gültigen Flächennutzungsplan, in dem Flächen für die Wohnbebauung skizziert sind. Diese gelten bei Bauvorhaben in den Ortsteilen ohne Satzung jedoch nur als Orientierung. In den fünf Ortsteilen Berkenbrück, Hennickendorf, Lynow, Stülpe und Zülichendorf wurden 1996 Satzungen beschlossen. Allein der Flächennutzungsplan ist keine Garantie , dass gebaut werden kann. Die Untere Bauaufsichtsbehörde kann ein Bauvorhaben entgegen der Darstellung im Flächennutzungsplan und trotz Einverständnis der Gemeinde ablehnen. Der noch bestehende Landesentwicklungsplan besagt, dass in Nuthe-Urstromtal nur 0,5 Hektar pro 1000 Einwohnern bebaut werden dürfen. Der neue, noch nicht in Kraft getretene Plan sieht eine Bebauung von einem Hektar pro 1000 Einwohner vor.

Junge Leute ansiedeln

„Unser Ziel ist es, dass sich junge Leute in der Gemeinde Nuthe–Urstromtal ansiedeln. Die Dörfer sind überaltert und wir wollen uns verjüngen. Zudem bedeuten mehr Einwohner eine höhere Einkommenssteuer“, sagt Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos). Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen und willigen Häuslebauern Grundstücke anbieten zu können, will die Gemeindeverwaltung noch in diesem Jahr ein Baulückenkataster erstellen lassen, um im Gemeindegebiet potenzielle Bauflächen zu ermitteln. So will man eine Übersicht über freie Grundstücke bekommen.

Prüfung aller Ortsteile

Das Kreisentwicklungsamt empfiehlt, eine Prüfung aller Ortsteile vornehmen zu lassen. Wenn Baulücken in den Dörfern nicht beplant oder bebaut werden können und auch alle anderen Bauflächen ausgeschöpft sind, kann die Gemeinde Satzungen oder Bebauungspläne auch über die vorgesehenen sieben Hektar hinaus aufstellen. Aber sind daran Bedingungen geknüpft.

Wie Scheddin betont, habe die Gemeinde ebenso wie der Kreis alle gestellten Bauanträge 2018 befürwortet. Nach wie vor ist die Nachfrage nach Bauland sowohl bei den Ortsvorstehern als auch in der Gemeinde groß. „Deshalb hoffen wir, durch das Baulückenkataster freie Grundstücke zu finden, um so Interessenten an private Grundstückeigentümer verweisen zu können“, so Scheddin.

Die Mitglieder im Bauausschuss stimmten der Erstellung des Baulückenkatasters zu.

Von Margrit Hahn

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