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Nuthe-Urstromtal Kinder- und Jugendarbeit in freie Trägerschaft
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11:16 06.02.2020
Gemeindeverwaltung Nuthe-Urstromtal in Ruhlsdorf Quelle: Margrit Hahn
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Ruhlsdorf

Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal will die offene Kinder- und Jugendarbeit in den Ortsteilen an einen freien Träger vergeben. Im jüngsten Ausschuss für Bildung, Soziales und Kultur wurde darüber diskutiert. Die Idee ist nicht neu. Bereits 2018 hatte die Verwaltung einen Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben. Daraufhin gab es zwei Interessenten – das Diakonische Werk Teltow-Fläming und die Arbeiterwohlfahrt Regionalverband Brandenburg Süd. Beide stellten ihre Konzepte vor. Da keines von beiden auf Anhieb überzeugte, beschlossen die Ausschussmitglieder, ein Gremium mit Sachkenntnissen einzuberufen. Dieses Gremium empfahl, die offene Stelle des zweiten Jugendarbeiters auszuschreiben und die Jugendarbeit ein weiteres Jahr in kommunaler Trägerschaft fortzuführen.

Konkrete Angebote

Die Ausschreibung der offenen Stelle des Jugendarbeiters erfolgte im Mai 2019. Allerdings blieb diese erfolglos. „Wir wollen deshalb nochmals Kontakt zu den freien Trägern aufnehmen“, sagt Vizebürgermeisterin Doris Höhne. Von denen erwartet sie konkrete Angebote, sodass später ein Vertrag zustande kommt. Die Gemeindeverwaltung sieht davon ab, die Stelle selbst erneut auszuschreiben. Die Personalentscheidung soll dann dem freien Träger überlassen werden, der möglicherweise dafür schon jemanden parat hätte. „Es geht jetzt erst einmal darum, den Grundsatzbeschluss zu fassen und die Bieter des Wettbewerbs aufzufordern, Angebote abzugeben“, so Höhne.

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Vernünftig durchdenken

Auf Anfrage von Waldemar Jendrusch (SPD), was mit der vorhandenen Jugendarbeiterin passiert, erklärte Doris Höhne, dass diese vom freien Träger übernommen werden müsste. Markus Strube wünscht sich vor allem Angebote für ältere Jugendliche. „Genau darum geht es. Wenn wir das jetzt anschieben, muss es vernünftig durchdacht sein“, sagt Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos).

Dirk Schulze (CDU) erkundigte sich, ob die Gemeinde verpflichtet sei, Jugendarbeit anzubieten. Schließlich gäbe es doch Vereine, Organisationen und die Kirche. Doris Höhne verwies darauf, dass die offene Kinder und Jugendarbeit eine freiwillige Aufgabe sei, die aber notwendig sei.

Von Margrit Hahn

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