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Nuthe-Urstromtal Sanierte Turnhalle in Stülpe wiedereröffnet
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16:31 15.01.2020
LAG-Vorsitzender Peter Ilk (M.) mit Bianca Möller und Stefan Scheddin. halle in Stülpe nach der Sanierung Quelle: Margrit Hahn
Stülpe

Die Turnhalle in Stülpe, die in den 1980er Jahren gebaut wurde, ist saniert. Darüber freuen sich vor allem die Schüler der Stülper Grundschule. Sie hatten in den vergangenen Monaten Sportunterricht im Freien. Auch der Essenraum musste herhalten. Doch das ist jetzt vorbei.

Eimer und Wannen aufgestellt

Birgit Hochmuth berichtete am Mittwoch bei der offiziellen Wiedereinweihung, was sie in den 18 Jahren, in denen sie Schulleiterin ist, in der Turnhalle erlebt hat. So wurde etliche Male das Dach ausgebessert. Zwischendurch mussten Eimer und Wannen aufgestellt werden, um das Regenwasser aufzufangen. Trotz Heizung und Erwärmung im Sportunterricht war es in der Sporthalle kalt. „Es zog durch alle Ritzen“, sagt Birgit Hochmuth. Zudem waren die Fenster kaputt und Fledermäuse hielten Einzug. Im vergangenen Schuljahr musste wegen dringender Sanierungsarbeiten der Sportunterricht von November bis Februar ins Freie verlegt werden. „Da sind wir in diesem Jahr besser dran“, freut sich die Schulleiterin.

Die sanierte Turnhalle in Stülpe. Quelle: Margrit Hahn

Nicht nur Schüler, auch Kindergartenkinder, Sportvereine und Senioren nutzen die Sporthalle. Sie wird auch für Theateraufführungen und das Polizeiorchester genutzt. Im Februar feiern die Grundschüler dort Fasching. Um Schrammen auf dem Belag zu verhindern, wird der Fußboden bei solchen Feierlichkeiten mit Matten ausgelegt.

Schulnoten für die Turnhalle

Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos) drückte die Sanierung der Turnhalle in Schulnoten aus: „War es in den Wintermonaten früher eine glatte Sechs, ist es jetzt eine gute Zwei. Und das schafft ihr auch, wenn ihr wollt und euch anstrengt“, so Scheddin.

Bürgermeister Stefan Scheddin bei der Rede zur Wiedereinweihung der Turnhalle. Quelle: Margrit Hahn

Die Sanierung der Sporthalle hat Gesamtkosten in Höhe von 165.000 Euro verursacht. Ursprünglich waren nur 124.000 Euro geplant. Doch während des Baus wurden weitere Mängel sichtbar, sodass sich die Gemeinde Nuthe-Urstromtal dazu entschloss, diese auf eigene Kosten zu beseitigen. Denn dafür standen keine Fördermittel mehr zur Verfügung. Die Dacharbeiten schlagen mit 22.000 Euro zu Buche, der Fußboden mit 55.000 Euro, Malerarbeiten mit 15.000 Euro, Sanitäranlagen mit 11.000 Euro und die Fassade und Fensterfronten mit 61.000 Euro. Hinzu kommen noch etliche Leistungen, die der Bauhof übernahm.

Fördermittel bekommen

Die Sanierung wurde größtenteils aus Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert. „Der Förderschwerpunkt liegt dabei nicht auf kommunalen Sportstätten, sondern auf Gemeinsinn und auf dem Wir. Es sollen Verbindungen geschaffen und der Gemeinsinn gefördert werden. Und genau das passiert beim Sport“, sagt der Bürgermeister. Allerdings brauche es dafür funktionsgerechte Sporthallen. „Sport bedeutet nicht nur Lebensqualität, er fördert die Gesundheit und das gesellschaftliche Miteinander“, fügt Scheddin hinzu. Er bedankte sich bei Bianca Möller, der Regionalmangerin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), die immer eine passende Lösung parat habe, sodass ein Förderantrag Berücksichtigung findet.

Weitere Projekte

Der Bürgermeister verwies auf weitere Projekte in der Gemeinde, die bereits angeschoben wurden, wie die Turnhalle in Woltersdorf oder der Schulhof in Stülpe. Dieser soll noch in diesem Jahr komplett saniert und zum Tummelplatz umgebaut werden soll.

Die Kinder freuen sich, dass sie nicht mehr im Freien Sport treiben müssen. Quelle: Margrit Hahn

Wie Stefan Scheddin sagte, hat die Hallensanierung manchmal Nerven gekostet und wurde teurer als geplant. Trotzdem sei jeder Euro gut angelegt worden. Zur Wiedereröffnung schenkte der Bürgermeister der Schule eine Uhr und einen Ball.

Die Schulleiterin Birgit Hochmuth erhält vom Bürgermeister eine Uhr für die Sporthalle und einen Ball. Quelle: Margrit Hahn

Von Margrit Hahn

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