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Nuthe-Urstromtal Zoff um Jugendclub beigelegt
Lokales Teltow-Fläming Nuthe-Urstromtal Zoff um Jugendclub beigelegt
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11:29 26.11.2019
Im Frühjahr bauten sich die Jugendlichen die Möbel für ihren Club selbst. Quelle: Foto: Margrit Hahn
Woltersdorf

Ein verwüsteter Jugendclub, zerdepperte Möbel, überall Müll. Den Erzählungen zufolge soll es nach einer Party der Jugend im Dorfgemeinschaftshaus schlimm ausgesehen haben. Dabei ist das Haus gerade erst frisch saniert.

Nun stellte sich heraus: „So dramatisch, wie im ersten Eindruck gedacht, war die Situation nicht“, sagt Woltersdorfs Ortsvorsteher Markus Strube. Offenbar mussten sich die alten und neuen Nutzer und Nachbarn des renovierten Dorfgemeinschaftshauses erst aneinander gewöhnen.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Woltersdorf wurde von 2017 bis 2018 für mehr als 600.000 Euro saniert. Quelle: Margrit Hahn

Seit Januar können die rund ein Dutzend Jugendlichen in Woltersdorf den Jugendclub nutzen. Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal hatte das Gebäude seit 2017 für über 600.000 Euro sanieren lassen.

In den Osterferien bauten sich die Jugendlichen schließlich mit Unterstützung von Sozialarbeiterin Elke Schmidt eigene Möbel. Auch deshalb war Ortsvorsteher Strube von den Anschuldigungen gegenüber der Dorfjugend überrascht. „Mein Eindruck von den Jugendlichen ist ein ganz anderer, ein vernünftiger“, sagt er.

Klärendes Gespräch zwischen Jugend und Bürgermeister

Aufgekommen war das Streitthema im Bauausschuss der Gemeinde. Die Verwüstung soll so schlimm gewesen sein, dass die Jugendlichen allein und aus eigener Tasche renovieren sollten. Vorher wollten Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos), die Jugendlichen, ihre Eltern, Sozialarbeiterin und Ortsvorsteher aber einmal in Ruhe miteinander reden.

Bei dem klärenden Gespräch stellte sich heraus, dass die wilde Party offenbar doch nicht so wild war wie befürchtet. Die Fotos sollen an einem frühen Morgen nach einer Feier entstanden sein, noch bevor die Jugendlichen sich ans Aufräumen gemacht hatten.

Markus Strube (parteilos) ist Ortsvorsteher von Woltersdorf. Quelle: Hartmut F. Reck

„Sich auszusprechen, hat geholfen“, sagt Scheddin nun. Auch Strube spricht stellvertretend für die Woltersdorfer von einer „konstruktiven Runde“.

Obwohl es bereits eine Hausordnung gibt, an die sich die Jugend zu halten hat, soll nun noch einmal nachjustiert werden. „Gemeinsam mit der Sozialarbeiterin unserer Gemeinde soll ein neues Nutzungskonzept ausgearbeitet werden“, erklärt Bürgermeister Stefan Scheddin. Darin soll explizit geklärt sein, was im frisch sanierten Jugendclub erlaubt ist und was nicht. Auch die Sperrstunde und der Jugendschutz werden noch einmal betrachtet.

„Wir waren doch alle mal jung“

„Die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses war einfach zu teuer“, kommentiert Scheddin. Inzwischen hat die Gemeinde unter der Gruppe an Jugendlichen drei konkrete, vertrauenswürdige Ansprechpartner gefunden. Sie waren nicht nur beim klärenden Gespräch dabei, sondern haben die Schlüssel für den Jugendclub.

Scheddin hofft nun, dass die Jugend an die Abmachungen halten und plädiert bei den Nachbarn um Verständnis, falls es am Wochenende doch mal später wird. „Wir waren doch alle mal jung“, sagt er.

Von Victoria Barnack

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