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Nuthe-Urstromtal Karin und Dieter Reinig feiern diamantene Hochzeit
Lokales Teltow-Fläming Nuthe-Urstromtal Karin und Dieter Reinig feiern diamantene Hochzeit
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09:47 29.11.2019
Nuthe Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (2.v.l.) und die Stülper Ortsvorsteherin Uta Kummetat (r.) gratulieren Karin und Dieter Reinig zur diamantenen Hochzeit. Quelle: Margrit Hahn
Stülpe

Karin und Dieter Reinig gaben sich am 28. November 1959 das Ja-Wort. Von ihrer Hochzeit gibt es kein einziges Foto. Einen Fotografen konnten sie sich damals nicht leisten. Und so hatte ein Gast die Bilder mit einer alten Perfekta geschossen, ohne zu wissen, dass die Kamera defekt war. „Die Hochzeitsfeier war sehr schön. Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass wir keine Fotos haben“, sagt Karin Reinig.

Hochzeit war eher geplant

Die Trauung vor 60 Jahren nahm der Bürgermeister in Stülpe vor. Die Ringe hatte Dieter Reinig in Baruth gekauft. „Wir wollten eigentlich schon Monate vorher heiraten, doch wir haben beide in der Landwirtschaft gearbeitet und nicht frei bekommen“, erzählt er. Der heute 82-Jährige wuchs im Kinderheim auf und kam dann zu Pflegeeltern nach Lynow.

Das diamantene Paar. Quelle: Margrit Hahn

Erst Jahre später erfuhr er, dass seine leiblichen Eltern noch leben. In Westberlin begann er eine Ausbildung als Feinmechaniker. Doch er wollte nicht bei seiner Mutter und seinem Vater leben und kehrte nach Lynow zu den Pflegeeltern zurück. „Von Berlin nach Lynow bin ich immer mit dem Fahrrad gefahren“, so Reinig, der bei der Maschinen und Traktorenstation (MTS) viele Jahre als Traktorist tätig war.

Schallplatten statt Kapelle

Seine Karin, die 1945 mit ihrer Familie von Breslau nach Stülpe kam, lernte er beim Tanz kennen. Weil das Geld knapp war, verzichtete sie auf ein Brautkleid, sie trug stattdessen ein gelbes Kleid. Auch Musiker wurden für die Hochzeitsfeier nicht bestellt. Der Plattenspieler und Schallplatten taten es auch.

Um die Gäste versorgen zu können, hatten die Pflegeeltern von Dieter Reinig Enten und Gänse gehalten. Die Pflegemutter rückte für die Feier allerdings nicht alles heraus. „Sie sagte, wir wollen ja nächste Woche auch noch was haben“, erinnert sich Karin Reinig. Die 81-Jährige ist gesundheitlich angeschlagen, kann schlecht sehen und hören und ist froh, dass ihr Mann im Haushalt hilft. Nur, wenn es ums Kochen geht, streikt er und behauptet, dass er selbst das Wasser anbrennen lassen würde. Das Ehepaar bedauert, dass die Schulküche in Stülpe geschlossen wurde, denn jahrelang haben sie von dort ihr Mittagessen bekommen.

Viele Umzüge

Das Ehepaar ist im Laufe seines Leben so oft umgezogen, dass sie inzwischen den Überblick verloren haben, wie oft es genau war. „Allein in Stülpe waren es vier Mal“, berichtet Karin Reinig, die früher bei der LPG und als Köchin gearbeitet hat.

Die Diamantene Hochzeit feiert das Paar mit den vier Kindern, fünf Enkelkindern und am Freitag in der Gaststätte in Heinsdorf. „Mit einem Hochzeitstanz wird es wohl nichts. Zur goldenen Hochzeit haben wir getanzt und am nächsten Tag lag ich mit einem Schlaganfall im Krankenhaus“, fügt Dieter Reinig hinzu.

Von Margrit Hahn

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