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Teltow-Fläming Ärger um zugemülltes Grundstück
Lokales Teltow-Fläming Ärger um zugemülltes Grundstück
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00:25 22.10.2018
Auf einem Grundstück nahe des Oehnaer Bahnhofes stapelt sich seit drei Jahren der Müll. Quelle: Isabelle Richter
Oehna

Alte Feuerlöscher, abgelaufene Baumaterialien, Elektroteile oder Scherben – auf einem privaten Grundstück nahe des Oehnaer Bahnhofes stapelt sich der Müll. Schon seit 2015 beobachten die Einwohner hier, wie der Berg vor und in dem frei zugänglichen Gebäude immer weiter wächst.

Aus Empörung darüber wandten sich die Bewohner schon häufiger an Marita und Helmut Marufke. Die Gemeindevertreterin und der Ortsvorsteher berichten: „Die Leute aus dem Ort sprechen uns ständig darauf an.“ Mehrere Eigentümerwechsel machten es den Behörden in der Vergangenheit jedoch schwer, die Situation zu ändern.

Eigentümer zu finden ist nicht das Problem

Aktuell liegt der Problemfall beim Landkreis Teltow-Fläming. Zum Eigentümer selbst kann Uwe Strahl aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben. Generell erklärt der zuständige Mitarbeiter für das Sachgebiet Wasser, Boden und Abfall aber: „Die Eigentümer herauszufinden ist nicht schwierig.“ Weshalb sich die Beseitigung solcher Müllhalden oft sehr lang hinzieht, läge in den meisten Fällen daran, dass die Grundstücksbesitzer gar nicht liquide sind.

Zudem haben sie das Recht, Widerspruch gegen die jeweiligen Bescheide einzulegen. Uwe Strahl kennt aber auch Fälle, bei denen die Eigentümer sich einsichtig zeigen und die Kosten für die Entsorgung mit einem geringen monatlichen Betrag abstottern.

Gefahrenlage muss abgewogen werden 

Andererseits werde aber auch abgewogen, inwiefern der Müll eine Gefahr für Boden- und Grundwasser sowie Kinder darstellt oder ob eine Rattenplage droht. Können diese Gefahren ausgeschlossen werden, ist die Beräumung nicht mehr als dringend einzustufen und die Müllhalde bleibt – frei nach dem Motto „Dann ist es eben so“ – liegen, damit der Entsorger am Ende nicht auf den Kosten sitzen bleibt.

Auch den Fall in Oehna bezeichnet Uwe Strahl als „grenzwertig“. Eine echte Gefahr sei hier noch nicht erkennbar. Für Marita Marufke sieht es allerdings anders aus. Die Gemeindevertreterin hat wegen des frei zugänglichen Müllbergs vor allem Angst um die Kinder im Ort. „Die Feuerlöscher liegen ständig irgendwo anders. Irgendwelche Kinder müssen hier schon spielen. Das empfinde ich als sehr gefährlich“, erklärt sie.

Müllberg ist auch Einladung für andere Täter

Gegen den Eigentümer läuft derzeit ein Verfahren. Da es hier erst kürzlich einen Wechsel gab, ist der Schriftverkehr mit dem vorigen Eigentümer inzwischen jedoch nichtig und der Fall muss wieder von vorn bearbeitet werden.

Ob den Eigentümer die Alleinschuld trifft, ist trotzdem fraglich. Denn das Grundstück ist nicht abgesperrt. Uwe Strahl möchte deshalb nicht ausschließen, dass auch andere hier ihren illegalen Müll günstig abladen. Schlussendlich ist aber der Privateigentümer allein für sein Grundstück verantwortlich.

Kosten werden zu 95 Prozent von Allgemeinheit getragen

Anders sieht es dagegen bei Müllablagerungen innerhalb des öffentlichen Raumes aus. Hier trifft es alle. „Letztendlich“, so Uwe Strahl, „bezahlt das zu 95 Prozent der kleine Mann, ohne dass er es merkt.“ Die Kosten, die der Südbrandenburgische Abfallzweckverband (SBAZV) dafür aufwendet, werden direkt auf die Gebühren aller Haushalte draufgeschlagen.

Im Jahr 2015 lagen die Kosten des SBAZV für die Entsorgung von illegalem Müll beispielsweise bei 137 000 Euro. Im Jahr 2016 waren es 108 000 Euro. Zwischen 100 000 und 150 000 Euro, sind es laut Uwe Strahl, jedes Jahr. Verhindern können dies nur Zeugen, die den Verursacher direkt beobachtet haben und sich dazu für eine Aussage zur Verfügung stellen. Darüber hinaus ist es außerdem ratsam, Beweisfotos vom Täter in Aktion zu machen.

Von Isabelle Richter

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