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Teltow-Fläming Offenes Atelier unter freiem Himmel
Lokales Teltow-Fläming Offenes Atelier unter freiem Himmel
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00:31 10.05.2018
Familie David mit Besuchern als „Die sieben Schwaben“ auf der Kunstwiese in Gottsdorf. Quelle: Elinor Wenke
Gottsdorf

Das kleine Gottsdorf erwies sich am Wochenende einmal mehr als Mekka der Kunstinteressierten. Denn mit Künstler Detlef David, Designerin Cora Gebauer und Malerin Beate Schmidt ließen sich gleich mehrere Ortsansässige in- und außerhalb ihrer Ateliers über die Schulter schauen. Detlef David hatte sein offenes Atelier im wahrsten Sinne ins Offene verlegt – auf die Kunstwiese unter freiem Himmel. „Schaukeln im goldenen Schnitt“ nennt er sein Kunstwerk, das nach einer uralten Berechnung des goldenen Schnittes friedlich auf grüner Idylle im Wind flatterte.

Sebastian David alias Pan Panazeh spielte auf Klangschalen. Quelle: Elinor Wenke

„Der goldene Schnitt kommt aus der Natur und ist ein Sinnbild für Harmonie und optisches Gleichgewicht“, erklärt David, früher hätten sich viele Handwerker danach gerichtet. „Aber es ist für mich auch ein Dogma, weil vieles im Leben berechenbar und planbar sein muss. Für viele gibt es nur Ja oder Nein und nichts dazwischen“, so David.

Er war vor Jahren der einzige, der seine Wiese nicht für einen geplanten 150 Hektar großen Golfplatz zur Verfügung gestellt hatte und sie der Kunst widmete. Dort finden sich auch noch die „100 Wasser-Augen“ und das „Labyrinth von Chartres“. „Wenn ihr Fragen im Leben habt, geht auf diese Wiese“, ermunterte David seine Gäste.

Abschlusslied auf der Kunstwiese Quelle: Elinor Wenke

Sohn Sebastian David alias Pan Panazeh unterhielt die Besucher indes mit erfrischenden Kindergeschichten und akrobatischen Finessen. Auf ausgehöhlten Möhren ließ er die Gäste schließlich gemeinsam das Lied „Bruder Jakob“ blasen.

Isabella Macek und Jonathan von den Borre aus Berlin hatten mit Söhnchen Wiktor ihren Spaß beim Mitsingen und Mitgestalten. „Auf dem 66-Seen-Wanderweg“ entdecken wir immer wieder tolle Sachen und Orte“, berichtete die junge Mutter; in Gottsdorf war die Familie zum ersten Mal gelandet. „Wie die Leute ihr Landleben gestalten, fasziniert uns“, so Isabella Macek.

Extravagante Eierbecher

Christiane und Burkhard Unterdörfer aus Thyrow grasen regelmäßig die offenen Ateliers ab. „Detlef David gibt Anstöße und provoziert, aber auf angenehme Weise“, befand Burkhard Unterdörfer. „Wenn Menschen sich treffen und gemeinsam Kultur erleben, das ist doch eine tolle Sache“, schwärmte seine Frau.

Die beiden hatten auch bei Cora Gebauer Station gemacht. Die 47-Jährige präsentierte ihre neue Porzellanserie, für die sie sich von abgeschnittenen Pilzen im Wald hatte inspirieren lassen. Ihre Besucher Rosemarie und Hans Roske aus Großbeeren zum Beispiel verblüffte sie aber auch mit ihren extravaganten Eierbechern, in denen das Ei quer liegt oder mit Tassen mit „Abstandshalter“ statt einem Henkel.

Von Elinor Wenke

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