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Teltow-Fläming Ortsbeirat lehnt Caravan-Stellplatz im Bad ab
Lokales Teltow-Fläming Ortsbeirat lehnt Caravan-Stellplatz im Bad ab
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21:38 26.03.2018
Vor der mit Flatterband markierten Fläche für den Caravan-Stellplatz fand die erweiterte Tagung des Tourismus-Ausschusses statt. Quelle: fotoS (2): Frank Pechhold
Wünsdorf

Der geplante Caravan-Stellplatz im Wünsdorfer Strandbad stand im Mittelpunkt einer Beratung des Zossener Tourismusausschusses (KTL). Vor Ort wurde mit Ortsbeirat und Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) diskutiert. „Wir haben uns auf diesen Open-air-Ausschuss verständigt, damit sich jeder ein Bild machen kann“, so Schreiber. Die Runde tagte neben der mit rotweißem Flatterband markierten, potenziellen Baufläche.

Wie berichtet hat die Untere Bauaufsichtsbehörde den 126 000 Euro teuren Bau von neun Caravan-Stellplätzen genehmigt. Die Wohnmobile sollen auf Schotterrasen parken. Das Bezahlen oder die Entsorgungsstation für Chemietoiletten funktionieren automatisch. Weiter ist eine zehn Meter lange und 1,80 Meter hohe Lärmschutzwand zu errichten. Das sei eine Auflage zum Schutz der Nachbarn, so Schreiber. „Es wird keinen Caravan-Stellplatz ohne diese Wand geben.“ Aus Sicht der Verwaltung sei die Wand für den Blick auf den Wünsdorfer See nicht allzu hinderlich.

Ortsvorsteher und Vorgänger sprechen kritikwürdige Zustände an

Das sieht Ortsvorsteher Rolf von Lützow (VUB) ganz anders. Viele Bürger hätten ihn schon auf diese Wand hin angesprochen und die Forderung danach für „bekloppt“ erklärt. Barbara Kaulen (Plan B) befürchtet, dass man mit einem Caravan-Stellplatz das idyllische Strandbad verunstalte. Konrad Tschorn (Die Linke) sprach sich dafür aus, das Geld lieber in einen vernünftigen Platz für Bühne und Tanzfläche zu stecken. Beides habe man bei der Planung für den Caravan-Stellplatz berücksichtigt, so Bürgermeisterin Schreiber. Mit 4:1 stimmte der Ortsbeirat gegen den Bau des Caravan-Stellplatzes. Anschließend stimmte der KTL-Ausschuss ab. „Ich würde mich über eine Investition in die touristische Infrastruktur an diesem Standort sehr freuen“, warb der Vorsitzende Reinhard Schulz (VUB) um Zustimmung. Die fiel mit 3:2 Stimmen denkbar knapp aus.

Bereits zu Beginn der Beratung äußerten sich Ortsvorsteher Rolf von Lützow und sein Vorgänger Dieter Jungbluth zu kritischen Dingen im Strandbad. Jungbluth wollte wissen, ob es erlaubt sei, dass hier gelegentlich Pferde grasen. Weiter interessiere es ihn, wo die bei den Badegästen so beliebte Schwimminsel sei. Die angesprochenen Pferde seien in Abstimmung mit der Stadtverwaltung zum Grasen zugelassen worden, sagte Bürgermeisterin Schreiber. Mit der Installation der eingelagerten Badeinsel habe man eine neue Firma beauftragt, weil die alte nicht mehr zur Verfügung stehe. „Das sollte eigentlich schon längst erledigt sein.“

Ortsvorsteher Rolf von Lützow (parteilos) kritisierte zwei kaputte Bohlen am Steg. Weiter fragte er, warum der Wunsch des Ortsbeirates nach neuem Kies im Badebereich nicht erfüllt worden sei. „Der Ortsbeirat ist nicht für Sand am Strand zuständig“, so Schreiber. Es genüge nicht, so einen Wunsch ins Protokoll zu schreiben. Das bringe nur Sand ins Getriebe. Weder sie noch die Mitarbeiter der Verwaltung läsen alle Protokolle der Ortsbeiräte. „Aber der Ortsvorsteher und der Ortsbeirat können sich jederzeit einen Termin holen und solche Probleme direkt anzusprechen“.

Von Frank Pechhold

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