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Teltow-Fläming Pädagogen aus Leidenschaft
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00:19 29.05.2018
Dietmar Woidke, Juliane Kuhl, Frank-Reiner Nowakowski, Philipp Pulz und Britta Ernst (v.l.n.r.) bei der Preisvergabe für Teltow-Fläming.
Potsdam

Freude, Tränen und Standing Ovations – beim Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis am Donnerstagabend war wirklich alles dabei.

Insgesamt 18 der 45 nominierten Lehrkräfte wurden in diesem Jahr von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bildungsministerin Britta Ernst (beide SPD) in der Potsdamer Staatskanzlei für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet.

„Diese schöne Tradition möchte ich als neue Bildungsministerin gerne fortsetzen“, erklärte Britta Ernst zu Beginn der Veranstaltung. Für sie war die inzwischen siebte Verleihung eine Premiere.

Außerdem neu in diesem Jahr: Neben einzelnen Lehrkräften durften auch Lehrerteams für den Preis nominiert werden. Neun solcher Kollektive wurden von Kollegen, Schülern oder der Schulleitung vorgeschlagen.

Hintergrund

Der Brandenburgische Lehrerinnen- und Lehrerpreis wurde erstmals im Jahr 2011 ausgeschrieben und wird seitdem jährlich in der Landeshauptstadt Potsdam vergeben.

Ausgezeichnet wird jeweils ein Lehrer pro Landkreis oder kreisfreier Stadt. In diesem Jahr durften erstmals auch Lehrkräfte-Teams für den Preis nominiert werden.

Ziel der Preisverleihung ist es, den Beruf des Lehrers zu würdigen und das Engagement Einzelner wertzuschätzen.

Bei der Veranstaltung in diesem Jahr waren Lehrer aus 17 Grund-, sechs Förder- und 12 Oberschulen sowie 14 Gymnasien und drei Oberstufenzentren anwesend.

Die meisten Lehrer kamen in diesem Jahr überraschend aus der Fachrichtung Mathematik.

Von insgesamt 45 nominierten Lehrern wurden in diesem Jahr 18 mit dem Preis ausgezeichnet.

Ein Mann voller Energie und Leidenschaft

Im Landkreis Teltow-Fläming gab es jedoch nur eine Nummer eins. Frank-Reiner Nowakowski vom Fontane-Gymnasium in Rangsdorf setzte sich gegen Juliane Kuhl von der Grundschule „Thomas Müntzer“ in Blönsdorf und Philipp Pulz von der Jüterboger Wiesenoberschule durch.

Der 57-Jährige hat alles, was ein guter Lehrer braucht. Mit Leidenschaft, Energie und Herzblut schafft er es, seinen Schülern seit 15 Jahren unvergessliche Momente zu bescheren. Unzählige Überstunden steckt er jedes Jahr in die Vorbereitungen des mittlerweile in ganz Brandenburg bekannten Schulmusicals.

Mit viel Ehrgeiz und Engagement schreibt er nächtelang Noten und Texte um, organisiert professionelle Technik und Helfer oder kontaktiert Sponsoren für die rund zweistündigen Programme.

Frank-Reiner Nowakowski gilt als ausgezeichneter Pädagoge und ist laut seinen Schülern und Kollegen „ein Vorbild für alle“.

Der Preisträger reagiert bescheiden

Mit so viel Lob und Anerkennung hatte der Rangsdorfer Musiklehrer im Vorfeld nicht gerechnet. „Ich war stolz und habe mich sehr darüber gefreut, dass die Schüler mich ausgewählt haben“, so Nowakowski nach der Verleihung.

Für den 57-Jährigen ist die Auszeichnung trotzdem kein Grund abzuheben. Bescheiden betonte er, dass es aus seiner Sicht noch genügend andere Kollegen gebe, die den Preis ebenso verdient hätten.

Für die Leistungen der ausgezeichneten Lehrer gab es von den Kollegen anerkennenden Applaus. Quelle: Isabelle Richter

Warum er sich über seine Arbeitszeit hinaus ganze Tage und Nächte um die Ohren schlägt? Diese Frage beantwortet er schlicht mit dem Satz: „Es macht eben Spaß.“

Unter Schüler gilt er als fröhlich und aufgeschlossen

Auch für Richard Hohm ist der Musiklehrer eine Bereicherung. Der Schülersprecher des Rangsdorfer Fontane-Gymnasiums sagt über Frank-Reiner Nowakowski: „Er ist ein sehr aufgeschlossener und fröhlicher Lehrer, zu dem man auch nach dem Unterricht immer kommen kann.“

Zudem berichtet er, dass Nowakowski jahrelang der einzige Musiklehrer am Gymnasium gewesen sei und dadurch jeden einzelnen Schüler persönlich kannte.

Mit seinem Engagement hat Frank-Reiner Nowakowski bereits viele Generationen von Schülern geprägt und sie mit zu den Persönlichkeiten gemacht, die sie heute sind.

Seine Liebe zur Musik möchte der 57-Jährige mit seinem Unterricht gerne weitergeben. „Es ist ein enormes Feld, wo man die Schüler besonders fördern kann“, erklärt der beliebte Lehrer.

Der sympathische Musiklehrer hilft, wo er kann

Auch für seinen Chef ist Frank-Reiner Nowakowski eine Ausnahmeerscheinung. „Wir alle schätzen sein Engagement“, sagt Schulleiter Steffen Szmala.

Bei der Vorbereitung zum jüngsten Musical „Das Geheimnis des Edwin Drood“ verbrachte Nowakowski mehrere Monate damit, die Noten für alle Stimmen und Instrumente zu transkribieren. „Fast jede freie Minute habe ich damit verbracht“, sagte er damals.

Nowakowskis Einsatz für seine Schüler endet nicht mit dem Abitur. Derzeit betreut er eine ehemalige Schülerin, die Musik auf Lehramt studiert.

Wenn es sein muss, springt er auch mal als Discjockey ein. Vor ein paar Jahren fand sich kein Plattenaufleger für den Abiball – Nowakowski rettete den Abend.

Britta Klauck kann sich nichts anderes vorstellen

Herausragende Leistungen vollbringt auch Britta Klauck täglich. Die 50-Jährige unterrichtet an der Liuba-Grundschule in Lübben und machte im Landkreis Dahme-Spreewald das Rennen. Zu ihrem Erfolg sagte sie: „Es war total aufregend, aber eigentlich habe ich gedacht, ich mache doch nur meine Arbeit.“

Britta Klauck sorgt in ihrer Klasse 4a nicht nur für ein freundschaftliches Miteinander, sie setzt sich ebenso für Kinder mit besonderem Förderbedarf ein. So half sie etwa einem syrischen Flüchtlingskind, welches anfangs kaum ein Wort deutsch sprach, dabei, sich ohne Probleme in ihre Klasse zu inte-grieren.

Das Lehrersein ist für Britta Klauck nicht nur Beruf, sondern Berufung. „Ich kann mir gar nichts anderes vorstellen. Ich hatte selber eine tolle Lehrerin, die mich ganz entscheidend geprägt hat“, sagt sie.

Von Isabelle Richter

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