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Teltow-Fläming Personalproblem bei den Floriansjüngern
Lokales Teltow-Fläming Personalproblem bei den Floriansjüngern
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19:05 10.02.2014
„Die Aufgaben werden immer komplexer.“Matthias Müller, stellvertretender Wehrleiter
Kloster Zinna

Damit es nicht strandet, habe man die Wehrleitung neu organisiert, berichtete er nun in der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins. Die „regulären Abläufe“ seien gewährleistet, sagt er und erklärt auch, warum es nicht gelingt, einen neuen Wehrleiter zu finden. „Die Erwartungen steigen, die Aufgaben werden immer komplexer und sind kaum nebenbei zu bewältigen“, sagt Matthias Müller. Die Bereitschaft zur Mitarbeit sei vorhanden, versichert er. Doch die meisten Aktiven sind ehrenamtlich aktiv – sie arbeiten tagsüber, teilweise im Schichtdienst.

Der stellvertretende Bürgermeister von Jüterbog, Joachim Wasmansdorff, hofft, dass die Wehr selbst einen neuen Leiter findet. Wenn nicht, müsste jemand aus einer anderen Wehr eingesetzt werden. Eine exakte Frist gibt es dafür aber nicht.
52 Mitglieder hat die Freiwillige Feuerwehr Kloster Zinna aktuell, die Zahl der Jugendlichen ist gewachsen, 13 sind es jetzt. Aktiv – im sogenannten A-Team – sind zwölf Feuerwehrleute. 17 Einsätze, davon fünf bei Bränden, sieben Hilfeleistungen und fünf Absicherungen, stehen in der Statistik des Vorjahres. Als „traurig und schmerzhaft“ bezeichnet Matthias Müller den Einsatz an der Kreuzung der neuen B101 in Sichtweite des Feuerwehrwehrgerätehauses. Eine Frau war bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die neue Verkehrssituation stellt auch die Kameraden vor neue Herausforderungen. Ein Einsatz an der neu gebauten Bundesstraße und der unmittelbar daneben verlaufenden Bahnlinie soll demnächst geübt werden. Ebenso der Einsatz der neuen Technik, einer Schere und eines Spreizers, auch dafür sind Lehrgänge vorgesehen.

Was die Wehrleitung schon vor einem Jahr kritisierte, taucht erneut als Manko auf. Zwar haben die Feuerwehrleute eine eigene Daten-Cloud eingerichtet, um strukturierter und effektiv arbeiten zu können, aber der Ort befindet sich nach wie vor in einer DSL-freien Zone, wie sich Matthias Müller ausdrückte. „Die Daten stehen schnell zur Verfügung, sind aktuell und ein Zugriff ist auch mobil möglich“, schildert der stellvertretende Wehrleiter die Vorzüge der Vernetzung. Das nützt aber nicht viel, wenn die Leitungen zu langsam sind. „Wir brauchen eine zeitnahe Lösung“, richtet er seinen Appell an die Stadtverwaltung Jüterbog.

Für die bevorstehende Einführung des Digitalfunks sind Schulungen vorgesehen. Regulär finden sowieso alle zwei Wochen Weiterbildungen statt, die jungen Feuerwehrleute lernen jede Woche für ihre künftigen Einsätze.

Wie groß das Zeitproblem ist, lässt sich am Beispiel der Atemschutzgeräteträger darstellen. 27gibt es im Bereich Jüterbog, sieben in Kloster Zinna. Wie Stadtwehrführer Martin Kaufmann berichtet, haben nur zwölf von ihnen am jährlichen Pflichtübungslauf teilgenommen. Die Termine im Feuerwehrtechnischen Zentrum sind allerdings rar. Der Einsatz in den Hochwassergebieten im vorigen Jahr, zu dem auch die Feuerwehrleute aus Kloster Zinna gerufen worden waren, hatte die Teilnahme vereitelt.

Von Martina Burghardt

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