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Teltow-Fläming Piratenschiff auf dem Dorfteich
Lokales Teltow-Fläming Piratenschiff auf dem Dorfteich
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05:51 11.06.2018
Von der Straße musste das Piratenschiff auf einem Hänger zum Teich transportiert werden. Viele packten mit an. Quelle: Elinor Wenke
Merzdorf

Ein hölzernes Piratenschiff schwimmt seit Sonntag auf dem Teich in Merzdorf und kündigt das bevorstehende elfte Teichfest am 14. Juli an. Mit einem feucht-fröhlichen Zeremoniell wurde es nach guter Tradition am Mittag zu Wasser gelassen.

„Seit 2007 feiern wir mit einer Unterbrechung jährlich unser Teichfest“, erklärt Ortsvorsteherin Alexandra Flach, „und als Hinweis darauf wird jedes Mal eine selbst gebaute Figur ins Wasser gelassen.“ In den vergangenen Jahren gingen unter anderem ein Froschkönig, Neptun und ein Schlauchturm baden. 2017 schipperte eine venezianische Gondel auf dem 2500 Quadratmeter großen Teich. Dieser war 2006 saniert und die Fertigstellung ein Jahr später gefeiert worden.

Mit vereinten Kräften wurde das Piratenschiff zu Wasser gelassen Quelle: Elinor Wenke

Schirmherren für den Teichfiguren-Bau sind die Familien an der sogenannten Zugspitze des 187-Seelen-Dorfes. „Wir nennen den Bereich so, weil er auf dem Berg liegt und es dort immer zugig ist“, erklärt Alexandra Flach. Die kreativsten Köpfe an der Zugspitze sind seit Jahren Simona und Peter Schulze. Sie erhielten wieder Unterstützung von den Familien Krüger und Janke.

Die Erbauer des Piratenschiffes: Peter Schulze, Simona Schulze, Angelika Krüger, Birgit Janke und Karsten Janke Quelle: Elinor Wenke

Peter Schulze hatte die Idee mit dem Seeräuber-Schiff. „Ich habe mal wieder einen Piratenfilm gesehen und fand das passend, zumal wir die Unterkonstruktion des Bootes aus dem vorigen Jahr nutzen konnten“, sagte er. Dem 55-jährigen gelernten Bautischler gehen die Holzarbeiten schnell von der Hand. Aus Holzbrettern aus dem Baumarkt und dem Kunststoff-Unterkörper zimmerten er und seine Helfer akkurat ein Boot zusammen.

Bäckersfrau Silke Weisbrodt hatten eine Schaufensterpuppe spendiert, die von Simona Schulze in einen Seeräuber umkostümiert wurde, mit Mütze, Augenklappe und Säbel. „Noch eine Stunde vor der Taufe haben wir die letzten Handgriffe vorgenommen“, berichtet Simona Schulze, „Gerd Schulze hatte in letzter Minute noch ein Kunststoffrohr als Kanonenrohr gesponsert.“

Bis zuletzt ist die Figur ein Geheimnis

Das Kunstwerk ist fünf Meter lang, 1,40 Meter breit und einen Meter hoch. Es wird wohl an die drei Zentner wiegen, befanden die Männer, die es schließlich ins Wasser gehievt haben. Bis zuletzt ist die Figur immer ein Geheimnis. Als sie am Sonntag mit dem Traktor von der Zugspitze zum Teich transportiert wurde, waren nicht nur die Zaungäste am Teich gespannt – einige Rentner hatten es sich unterwegs auf Stühlen bequem gemacht, um dem Spektakel zuzuschauen.

Bei 25 Grad freiwillig ins Wasser

Als das Schiff vom Hängerwagen ins Wasser gelassen wurde, gingen bei 25 Grad Wassertemperatur etliche Männer freiwillig ins Nass, um die Figur auf die Teichmitte zu bugsieren. Mit einem selbst gebauten Anker aus Epoxit-Harz wurde das schwimmende Fahrzeug befestigt.

„Auch die Besucher der 48-Stunden-Aktion nächste Woche rund um Baruth werden sich darüber freuen“, ist Alexandra Flach überzeugt. Als Dankeschön an die aktiven Merzdorfer zur diesjährigen MAZ-Osterwanderung hatte sie am Sonntag 15 Liter Soljanka gekocht.

Von Elinor Wenke

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