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Teltow-Fläming Protest-Abend für das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
Lokales Teltow-Fläming Protest-Abend für das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
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00:22 28.06.2018
Künstlerhaus Wiepersdorf vor der Sanierung Quelle: Uwe Klemens
Wiepersdorf

Mit einer Protestveranstaltung wenden sich am Montagabend ab 20 Uhr mehrere Künstler gegen die Schließung der traditionsreichen Künstlerresidenz Schloss Wiepersdorf im Niederen Fläming. Sie kritisieren „die zögerliche und intransparente Haltung“ der Brandenburger Landesregierung. Diese habe sich nicht ausreichend für den Weiterbetrieb des Hauses als Arbeitsort für Künstler eingesetzt und damit das nationale und internationale Ansehen von Schloss Wiepersdorf aufs Spiel gesetzt, heißt es in einem Protestaufruf unter dem Motto „Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf retten!“.

Ministerium sagt Förderung zu – Konzept fehlt

Erst Mitte Juni war demnach bekannt geworden, dass Schloss Wiepersdorf am 31. Juli als Künstlerort auf unbestimmte Zeit geschlossen wird. Inzwischen hat das Kulturministerium Fördermittel für den Erhalt der Einrichtung angekündigt. Zwischen 600.000 und 700.000 Euro will man bereitstellen. Allerdings gibt es bislang keinen Betreiber und kein Konzept dafür. Außerdem muss die Finanzierung erst mit dem Haushalt des Landes beschlossen werden, wie das Ministerium auf MAZ-Nachfrage konkretisiert hat.

Stiftung Denkmalschutz zieht sich zurück

Hintergrund ist den Angaben zufolge, dass die bisherige Eigentümerin des Gebäudes, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, aus der bisherigen Partnerschaft mit dem Bundesland Brandenburg aussteigt, in der das Haus als Künstlerresidenz betrieben wurde. Ein neues Betreiberkonzept sei von der brandenburgischen Landesregierung nicht vorgelegt worden, kritisieren die Künstler, zu denen unter anderem bildende Künstler, Schriftsteller, Komponisten und Fotografen gehören. Unklar sei, ob oder in welchem Umfang das Haus künftig als Künstlerresidenz zur Verfügung stehen wird.

Protest von 21 aktuellen und ehemaligen Stipendiaten

Die 21 aktuellen Stipendiaten sowie ehemalige Stipendiaten wollen am Montag im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin ihrer Forderung nach Erhalt des „ältesten Künstlerhauses Deutschlands“ unter anderem mit einer literarischen Aufführung Nachdruck verleihen.

Restauratoren sind derzeit im Künstlerhaus Wiepersdorf zugange. Quelle: Uwe Klemens

Schloss Wiepersdorf war einst Wohnsitz der Schriftstellerin Bettina von Arnim (1785-1859). Nach 1946 wurde das Schloss in der DDR als Arbeits- und Erholungsstätte für Schriftsteller und Künstler genutzt. Namhafte Schriftsteller waren hier zu Gast, unter ihnen Anna Seghers, Christa Wolf und Arnold Zweig. 1992 erfolgte die Wiedereröffnung als Künstlerhaus Wiepersdorf der Stiftung Kunstfonds.

Restaurierungsarbeiten haben begonnen

2006 übernahm die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das Gebäude mit der Aufgabe, das Haus mit Unterstützung des Landes Brandenburg und des Bundes als Künstlerhaus zu erhalten. Jedes Jahr wurden von einer Jury mehrere Stipendiaten ausgewählt, um einige Monate auf Schloss Wiepersdorf leben und arbeiten zu können.

Die ersten Sanierungsarbeiten haben bereits begonnen. Ziel ist, das Haus im Jahr 2019 wieder zu öffnen. Doch der Erfolg der Absicht ist noch nicht absehbar.

Von Alexander Engels mit epd

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