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Teltow-Fläming Von Ludwigsfelde nach Trebbin: Diese Fahrradroute hat viel zu bieten
Lokales Teltow-Fläming Von Ludwigsfelde nach Trebbin: Diese Fahrradroute hat viel zu bieten
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09:03 17.08.2019
Vom Aussichtsturm auf dem Löwendorfer Berg kann man weit ins Land schauen. Quelle: Lars Sittig
Ludwigsfelde

In Brandenburg laden 7000 Kilometer ausgebaute Radwege zum Erkunden ein – vorbei an unberührten Flussauen, durch grüne Wiesen und Wälder zu geheimen Badestellen und idyllisch gelegenen Ausflugslokalen. Wo es am schönsten ist? Die MAZ-Redaktion empfiehlt ausgewählte Routen – ob Rundweg mit abwechslungsreicher Landschaft, Tagesausflug mit der Familie oder gemütliche Spazierfahrt zum See. Diesmal geht es nach Teltow-Fläming.

Startpunkt: Bahnhof Ludwigsfelde

Zielpunkt: Bahnhof Trebbin/ nach Fertigstellung des Radweges an der B 101 Bahnhof Ludwigsfelde

An- und Abreise: Neben dem Bahnhof in Ludwigsfelde gibt es auch Zughaltestellen in LU-Struveshof, Thyrow und Trebbin, an denen die Tour begonnen oder beendet werden kann.

Schwierigkeitsgrad: Die Route ist prinzipiell einfach – es gibt zwei schwierigere Passagen, die jedoch ausgelassen (Aussichtsturm Löwendorfer Berg) oder umfahren werden können (Zuckersandstrecke hinter Kleinbeuthen). Die Tour ist auch für ältere Menschen und kleine Kinder geeignet.

In Bildern: Von Ludwigsfelde mit dem Rad über Blankensee nach Trebbin

Länge: 28 Kilometer (1:45 Stunden) bis zum Bahnhof Trebbin/bis Ludwigsfelde über Thyrow plus 12,5 Kilometer (45 Minuten)

Art der Strecke: Diese Entdeckungstour ist sehr abwechslungsreich. Sie beginnt mit der Fahrt aus der Autobauerstadt nach Siethen (Achtung: bis Anfang August muss wegen Bauarbeiten am Radweg ein Stück Straße benutzt werden) – dort wartet mit dem See und seinen Badestellen das erste Ausflugsziel. Spargel- und Kartoffelhof locken gleich hinter dem Gewässer mit ihrem leckeren, regionalen Angebot – aber auch das drei Kilometer entfernte Kleinbeuthen, zu dem eine wenig befahrene, gut asphaltierte Landstraße führt.

Das Mühlenfließ in Kleinbeuthen – ein idyllischer kleiner Wasserlauf. Quelle: Lars Sittig

Entlang am idyllischen Mühlenfließ, die Nuthe überquert. Aber plötzlich: Zuckersand, der natürliche Feind des Radfahrers (das etwa einen Kilometer lange Teilstück kann aber auf der Landstraße über Gröben und Schiaß umfahren werden). Die Landschaft ist sehr schön, unter den Füßen stiebt der märkische Sand, der ja irgendwie auch dazugehört, genau wie die märkische Heide.

Auf der Route durch Feld und Flur zieht dann der Friedhof der Johannischen Kirche vorüber, der still im Wald liegt, vis a vis zu einer Hochebene – naja oder dem, das der Flachländer für eine Hochebene hält, aber die Phantasie fährt ja immer mit auf dem Feldweg, der nun wieder befahrbar ist.

Eines der vielen Highlights: Die Aussicht vom Löwendorfer Berg weit ins Land. Quelle: Lars Sittig

Sehenswürdigkeiten: Blankensee und Glau sind ein Hotspot in Sachen Ausflugsziele: Die Friedensstadt, das Wildgehege Glauer Tal mit dem Zentrum des Naturparkes Nuthe-Nieplitz, das Bauernmuseum, der Schlosspark Blankensee und der nahegelegene Bohlensteg, von dem Vogelschwärme beobachtet werden können, sind nur einige der Sehenswürdigkeiten.

Dazu wartet auf der gesamten Radroute ein Sammelsurium vieler kleiner Entdeckungen, die in keinem Reiseführer auftauchen. Ein stiller Bachlauf, die verwitterte Inschrift auf der Fassade eines Hauses oder Infotafeln mit den auf einen Hügel zusammen geschrumpften Überresten einer Burg in Kleinbeuthen.

Bademöglichkeiten: Das kühle Wasser und der weiche Strand lösen die Sinnfrage aus, befeuert von hochsommerlichen Temperaturen, hier am Ufer des Siethener Sees, der mit mehreren tollen Badestellen zum Verweilen einlädt. Warum überhaupt weiterfahren, bei hochsommerlichen Temperaturen und nicht hier, am ersten Zwischenziel bleiben und den Tag verbringen? Weil eine Strecke mit vielen kleinen und großen Attraktionen lockt.

Einkehrmöglichkeiten: Der Bäcker in Blankensee ist ein beliebter und geeigneter Anlaufpunkt für Radfahrer, man trifft hier oft auf größere Gruppen – auch Rennfahrer steuern den Ort auf ihren Ausflügen an. Spargel- und Kartoffelhof überzeugen ebenfalls mit regionaler Küche und regionalen Produkten. In Trebbin und Ludwigsfelde gibt es ebenfalls vielfältige Möglichkeiten, um einzukehren.

Wen trifft man hier: Die Strecke ist ziemlich menschenleer, aber die Bäckerei in Blankensee ist in Stoßzeiten vor allem bei Ausflugswetter ein Hotspot: Hier vermischen sich Radler, Wanderer, Wochenendausflügler und Einheimische. Oft legen größere Gruppen von Rennradfahrern einen Zwischenstopp ein. Auf dem Aussichtsturm Löwendorfer Berg trifft man ebenfalls auf andere Besucher – die fantastische Aussicht lockt auch so manchen Einheimischen zu einem Ausflug.

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Von Lars Sittig

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