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Rangsdorf Künstlerinnenvereinigung Gedok feiert sich
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14:49 10.12.2019
„Gedok – 25 Jahre Künstlerinnennetzwerk in Brandenburg“ heißt der nun erschienene Katalog. Quelle: Gedok
Rangsdorf

Noch einmal in diesem Jahr öffnet der Kunstflügel-Pavillon der Gedok Brandenburg in Rangsdorf. Am Samstag und Sonntag, jeweils ab 14 Uhr, findet der alljährliche Kunstmarkt statt, bei dem neben Malerei, Grafiken und Fotografie auch Kunsthandwerk angeboten wird.

25 Jahre Gedok in diesem Jahr gefeiert

Damit klingt ein für die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden intensives Jahr aus, denn die Gedok Brandenburg wurde 25. Aus diesem Anlass ist kürzlich noch ein umfangreicher Katalog erschienen. „Gedok – 25 Jahre Künstlerinnennetzwerk in Brandenburg“ heißt er. Der Band lässt noch einmal Revue passieren, wie aus der von sechs Künstlerinnen und der Kunstwissenschaftlerin Gerlinde Förster im April 1994 gegründeten Gedok Brandenburg ein das kulturelle Leben des Landes entscheidend mitgestaltender Verband werden konnte – im übrigen der größte Gedok-Landesverband in den neuen Bundesländern. „Das Fächerübergreifende und Interdisziplinäre ist das Besondere“, sagt Vorsitzende Gerlinde Förster in einem Interview im Katalog. Ein enger Austausch prägt das Miteinander im Verband, dem auch Schauspielerinnen, Musikerinnen oder Autorinnen angehören. Ausstellungen aus all den Jahren sowie ausgewählte Projekte werden dokumentiert. Der umfangreiche Katalog ist reich bebildert – ein eindrucksvoller, 192 Seiten starker Band, der zum Preis von 24 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Besondere Projekte zum Festjahr

25 Jahre Gedok bedeuten auch 25 Jahre Ehrenamt für Förster und ihre Mitstreiterinnen. Seit Juni aber gibt es eine geförderte Personalstelle, die Projektleitung der Gedok Brandenburg hat seitdem die Künstlerin, Kunstvermittlerin und Kuratorin Jaana Prüss inne. „Ich fühle mich sehr wohl“, sagt sie. „Das 25-Jahre-Projekt war ein großer Kraftakt, der aber noch mehr neuen Aufschwung gebracht hat.“ Mittlerweile, erzählt Gerlinde Förster, kommen beispielsweise andere Institutionen auf die Gedok zu und fragen an wegen möglicher Kooperationen.

Im Schloss Neuhardenberg konnte eine große, von der Gedok Brandenburg organisierte Ausstellung zum Fontane-Jubiläumsjahr stattfinden, in deren Umsetzung Jaana Prüss bereits intensiv involviert war. „Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen“, so Gerlinde Förster. Offizieller Auftakt zum Festjahr wurde „Ich im Wir“, eine Rangsdorfer Ausstellung, an der rund 40 Gedok-Künstlerinnen beteiligt waren. Zur Vernissage, mit der an die Gründung der Gedok im April 1994 erinnert wurde, schaute auch Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch vorbei, die nur wenige Wochen zuvor Gerlinde Förster für deren unermüdliches Engagement die Bundesverdienstmedaille überreichen konnte.

Umfangreiches Programm auch im kommenden Jahr

Und auch das nächste Jahr ist schon weit geplant; als vielfältig deutbares Jahresthema ausgerufen ist „Über-Leben – Frauen für die Zukunft“. Zum Neujahrsempfang am 19. Januar um 15 Uhr wird Ida Dehmel, die 1926 in Hamburg die nun bundesweit vertretene Gedok begründete, gewürdigt, denn im Januar jährt sich ihr Geburtstag zum 150. Mal. An jenem Tag wird auch die nächste Ausstellung in der Galerie Kunstflügel eröffnet: „Über-Leben: Frauenbilder gestern-heute-morgen“ zeigt dann Arbeiten von 15-Gedok-Künstlerinnen. Einige Tage später, am 26. Januar wird außerdem in der oberen Etage des Gebäudes eine audiovisuelle Rauminstallation von Peggy Mädler und Daniela Dröscher eingerichtet. Biografien von 16 Frauen aus Ost- und Westdeutschland werden dann zu hören sein. Zum internationalen Frauentag am 8. März wird Annelie Kaduk mit einer Art bildkünstlerischem Essay über Autorinnen sprechen, Barbara Röhl und Christian Morgenstern werden den Abend musikalisch abgestimmt begleiten.

Montagsfilme wird es auch 2020 wieder geben

Am 27. März ist außerdem gemeinsam mit dem Kulturverein Rangsdorf ein literarisch-musikalisches Programm geplant. Die neu in die Gedok aufgenommene Künstlerinnen Antje Bräuer, Adelheit Fuss, Barbara Illmer, Katrin Kamrau und Marion Stille werden ab April im Kunstflügel mit einigen Werken vorgestellt. Das Jahresthema wird dann in weiteren Ausstellungen thematisiert, übers Leben soll die Schau „Roter Faden“ erzählen, die vom 23. August bis zum 11. Oktober geplant ist. Zwischen Biografischem und Existenziellem bewegt sich die danach für den Herbst vorgesehene Gemeinschaftsausstellung.

Auch die noch junge monatliche Reihe „Montagsfilm“ wird im kommenden Jahr weitergeführt. So wird beispielsweise am 20. Januar um 19.30 Uhr „Das Piano“ gezeigt, am 10. Februar „Monsieur Claude und seine Töchter“ und am 9. März „Gerdas Schweigen“.

Von Karen Grunow

Der Verein Gesundheit und Bildung Gambia unterstützt seit 14 Jahren Projekte in dem westafrikanischen Land. Anja Schütz ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des Rangsdorfer Vereins. Ihr Fazit für dieses Jahr: 2019 hat der Verein viel geschafft.

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