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Rangsdorf Bau der Rettungswache rückt näher
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Bau der Rettungswache rückt näher
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19:34 15.01.2019
In diesem Gebäude in der Winterfeldallee soll bald eine Rettungswache mit zwei Garagen gebaut werden. Quelle: Jonas Nayda
Rangsdorf

Langsam aber sicher kommt Rangsdorf dem Bau einer eigenen Rettungswache näher. Die Gemeindevertreter stimmten auf ihrer jüngsten Sitzung dafür, das Ausschreibungsverfahren in Gang zu setzen. Jetzt wird eine Liste mit allen Dingen erstellt, die an dem geplanten Bau gemacht werden müssen, dann können Firmen ihre Angebote einreichen.

Der Standort steht schon seit längerem fest. Das Haus in der Winterfeldallee 134 soll für rund 600.000 Euro umgebaut werden, so dass eine Garage mit zwei Stellplätzen und mehreren Räume für die Sanitäter entstehen. Im Moment steht das Gebäude zur Hälfte leer und wird als Lager genutzt.

Pläne verzögerten sich

Eigentlich sollte Rangsdorf schon im Jahr 2017 eine eigene Wache bekommen, doch die Pläne verzögerten sich. Seit zwei Jahren steht ein Fahrzeug der Rettungswache in der Garage der Feuerwehr, die noch einen Platz frei hatten. Außerdem nutzen die Sanitäter ein paar Räume, die ursprünglich für die Rangsdorfer Jugendfeuerwehr gedacht waren. „Das war natürlich immer nur eine Übergangslösung“, sagt Denny Mieles, Werkleiter des Rettungsdienstes Teltow-Fläming. Er sei sehr froh, dass die Gemeinde nun Abhilfe schaffen möchte. „Es geht um die Versorgung der Menschen in Rangsdorf und natürlich auch darüber hinaus“, sagt Mieles.

Alleine im Bereich um Rangsdorf herum ist der Rettungswagen im vergangenen Jahr 1069 Mal ausgerückt. Das entspricht fast drei Fahrten pro Tag. Gezählt werden dabei nur die „hilfsfristrelevanten“ Einsätze, also die, bei denen es darauf an kommt, einem Patienten schnell zu helfen. Denny Mieles erwartet, dass die Zahl in den kommenden Jahren weiter ansteigt.

Gemeinde zahlt für den Landkreis

Die 600.000 Euro, die der Umbau kosten soll, zahlt zunächst der Eigenbetrieb Wohnen der Gemeinde Rangsdorf. Das Grundstück an der Winterfeldallee gehört der Gemeinde. Allerdings hat der Rettungsdienst Teltow-Fläming durch einen Vorvertrag zugesichert, das Gebäude mindestens 20 Jahre lang zu mieten.

An dieser Praxis hatte es in der Sitzung der Gemeindevertreter Kritik gegeben. Mitglieder der SPD-Fraktion bemängelten, dass die Gemeinde an vielen anderen Stellen großen Investitionsbedarf hätte und der Landkreis die neue Rettungswache alleine hätte bauen sollen. Denny Mieles erklärte auf MAZ-Nachfrage, dass die 600.000 Euro auf jeden Fall durch die Mieteinnahmen gedeckt seien und der Gemeinde keine Zusatzkosten entstehen würden.

Baubeginn noch unklar

Einige Wochen müssen wohl noch ins Land gehen, bevor tatsächlich die Bauarbeiter in der Winterfelderallee anrücken. „Es ist schwer zu sagen, wann genau es los geht“, sagt Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Selbst wenn das Ausschreibungsverfahren reibungslos abläuft, sei es schwierig, Firmen zu finden, die sofort anfangen könnten. „Eigentlich wollen wir das Projekt noch in diesem Jahr abschließen, aber aktuell sind die meisten Firmen ausgebucht“, sagt Rocher.

Von Jonas Nayda

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