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Rangsdorf Rangsdorfer kämpfen weiter für ihr Bürgerhaus
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19:51 25.01.2019
Ist für große Konzerte zu klein: Die Galerie Kunstflügel in Rangsdorf. Sie ist der Sitz der Künstlerinnenvereinigung Gedok. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Die Rangsdorfer Bürger kämpfen um ihr Bürgerhaus. Gerlinde Förster, Vorsitzende des gemeinnützigen Kulturvereins Gedok widerspricht Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP), der der Idee eines öffentlichen Bürgerhauses zunächst eine Absage erteilt hatte.

Rangsdorf braucht einfach ein öffentliches Zentrum für Kultur, das verlangen viele Bürger schon seit Jahren“, sagt Gerlinde Förster. Die vorhandenen Veranstaltungsräume im Ort seien laut Förster entweder zu klein oder zum Mieten zu teuer. Ein neues Gebäude, das „multifunktional“ genutzt werden könnte, sei die Lösung.

Idee der Zukunftskonferenz

Bei einer Bürgerversammlung, der sogenannten Zukunftskonferenz im Rangsdorfer Rathaus am Sonnabend vergangener Woche, hatten Einwohner ihre Ideen zur Zukunft der Kultur in der Gemeinde konkretisiert. Das Bürgerhaus ging als eine zentrale Forderung aus der Versammlung hervor.

Klaus Rocher hatte jedoch auf MAZ-Nachfrage darauf verwiesen, dass die Gemeindevertreter bereits im Jahr 2018 die Idee eines Mehrgenerationenhauses abgelehnt hatten. Aus diesem Grund sehe er in naher Zukunft auch keine Chance für ein Bürgerhaus.

„Zwei unterschiedliche Ideen“

Gemeindevertreter Stephan Wilhelm (SPD) erklärte auf MAZ-Nachfrage, dass ein Bürgerhaus in den Sitzungen der Gemeindevertreter nie diskutiert worden sei. „Ein Mehrgenerationenhaus und ein Bürgerhaus, das sind zwei unterschiedliche Ideen“, sagt er.

Das Mehrgenerationenhaus, das im vergangenen Jahr diskutiert wurde, hätte von privaten Trägern genutzt werden sollen. Dort hätten Angebote für Senioren, Jugendliche und Familien unter einem Dach stattfinden sollen. Außerdem war es als Standort für ein Museum im Gespräch. Bis heute ist allerdings unklar, ob ein Mehrgenerationenhaus in Rangsdorf entstehen kann, oder nicht.

Das Bürgerhaus, das während der Zukunftskonferenz gefordert wurde, wäre eher mit einem großen Konzertsaal vergleichbar, erläutert Gerlinde Förster. Viele Künstler bräuchten mehr Platz, als sie aktuell in den Räumen der Gemeinde vorfinden würden. „Man fragt sich natürlich schon, warum eine Zukunftskonferenz einberufen wird, wenn die Ergebnisse dann hinterher ad absurdum geführt werden“, sagt sie. Die Gedok-Vorsitzende kündigte an, einen offenen Brief an den Bürgermeister zu schreiben, in dem sie ihrer Forderung nach einem Bürgerhaus Nachdruck verleiht.

Von Jonas Nayda

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