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Rangsdorf Christian Möller antwortet auf Fragen der MAZ-Leser
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Christian Möller antwortet auf Fragen der MAZ-Leser
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17:33 29.08.2019
Christian Möller von der Allianz für Rangsdorf. Quelle: Fabian Lamster
Rangsdorf

Christian Möller kämpft erstmals um einen Einzug ins Rangsdorfer Rathaus.

Wie wollen Sie die Verkehrssituation in Rangsdorf zukünftig entschärfen?

Für eine Entschärfung sehe ich keinen Anlass. Mit der Kienitzer Str. und der Großmachnower Allee/Str. sind östlich der Bahnstrecke zwei Hauptverkehrsstr. vorhanden, die im sanierten Zustand den Ziel- und Quellverkehr ohne weiteres aufnehmen können. Über die Winterfeldallee und den Sachsenkorso findet zwischen diesen beiden ein gewisser Ausgleich statt. Westlich der Bahnstrecke ist zwar nur die Seebadallee als Hauptverkehrsstr. vorhanden. Diese wird aber durch die Haupterschließungsstr. Goethestr. und Friedensallee auf der einen und der Puschkinstraße bzw. der Birkenallee auf der anderen Seite unterstützt. Die durch die Erschließung des Bückergeländes zu erwartenden Verkehrsströme werden durch den Nord-Süd-Verbinder und durch die zusätzliche Bahnquerung an der Pramsdorfer Str. abgefangen.

Wie wollen sie für mehr Kita-Plätze in der Gemeinde sorgen?

Indem mehr Kindertagesstätten und Kindergärten mit dem Ziel geplant und gebaut werden, dass im Hinblick auf die bestehenden und zu erwartenden Betreuungsansprüche immer ein gewissen Puffer vorhanden ist, um die Nachfrage befriedigen zu können.

Bürgermeisterwahl in Rangsdorf

Die Bürgermeisterwahl in Rangsdorf findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt. Von 8 bis 18 Uhr haben Rangsdorfer Zeit, einem der drei Kandidaten ihre Stimme zu geben.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Klaus Rocher (FDP), Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer), Christian Möller (Allianz für Rangsdorf).

Der neue Bürgermeister ist laut Kommunalwahlgesetz gewählt, wenn am 1. September einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent aller Stimmen erhält.

Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Die MAZ hat ihre Leser aufgerufen, Fragen an die drei Kandidaten zu formulieren. Die Fragen finden sich in den Interviews mit den Kandidaten wieder. Die MAZ hat darüber hinaus weitere Fragen ergänzt.

Allen Kandidaten sind die Fragen zeitgleich schriftlich zugegangen und sie haben identische Längenvorgaben für ihre Antworten bekommen.

Dass Antworten zum Teil unterschiedliche lang sind, liegt daran, dass alle drei selbst gewichten konnten, wieviel Platz sie für die jeweiligen Antworten nutzen möchten – immer im vorgegebenen Gesamtumfang.

Bürgernähe ist ein wichtiges Thema. Wie wollen Sie diese in Ihrer Amtszeit gewährleisten?

Gerade bei Projekten, die eine finanzielle Beteiligung nach sich ziehen, ist eine frühe Beteiligung der Betroffenen wichtig, um diese aus der passiven Rolle herauszuholen und in eine aktive hineinzubringen. Sind die Bürger entscheidend an der Planung beteiligt, nimmt der Widerstand gegen spätere Beiträge ab.

Wie stehen Sie zum Erhalt der noch nicht bebauten Flächen wie z B. hinter den Netto-Märkten und weiterer Grünflächen, die noch nicht als Bauland ausgewiesen sind?

Wir alle wollen eine moderate Weiterentwicklung der Gemeinde. Insoweit müssen wir uns frühzeitig entscheiden, ob wir eine zunehmend konzentrierte Bebauung in der Ortslage wollen oder eine aufgelockerte Bebauung, die in den Außenbereich drängt. Ich tendiere zu Letzterem, um die vom Baurecht verfolgte Zielsetzung „gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse“ zu erreichen. Den Acker hinter den Netto-Märkten würde ich am liebsten aufforsten und mit dem Waldbestand im RA 26 zu einem kleinen Central-Park machen. Den Zugangsbereich würde ich über die Fläche an der Kienitzer Str. gestalten.

Wollen Sie die Baumsatzung ändern? Soll man alte Bäume im eigenen Garten fällen dürfen, wenn man dafür neue pflanzt?

Nein! Allenfalls ist eine Novellierung erforderlich, um die Satzung an die aktuelle Rechtsprechung bzw. die Pflanzliste an zukünftige Trockenperioden anzupassen. Alte Bäume im eigenen Garten müssen aus versicherungsrechtlichen Gründen sogar gefällt werden, wenn deren Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die Nachpflanzverpflichtung ergibt sich bereits aus der geltenden Satzung.

Wie wollen Sie den Rangsdorfer See retten?

Ein Patentrezept gibt es nicht. Aktuell soll eine Untersuchung gestartet werden, die die Ursachen der Verlandung des Sees untersuchen soll. Angesichts der zeitnah zu erwartenden Ergebnisse sind Schnellschüsse unangebracht.

Was ist Ihre Vision für Rangsdorf 2030?

Eine liebenswerte, lebenswerte, familienfreundliche und grüne Gemeinde mit See und S-Bahn-Anschluss.

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