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Rangsdorf Klaus Rocher antwortet auf Fragen der MAZ-Leser
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Klaus Rocher antwortet auf Fragen der MAZ-Leser
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17:28 29.08.2019
Klaus Rocher tritt zum dritten Mal an. Quelle: Fabian Lamster
Rangsdorf

Klaus Rocher (FDP) bewirbt sich am Sonntag um eine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Rangsdorf. Er ist seit 2003 Chef der Verwaltung.

Wie wollen Sie die Verkehrssituation in Rangsdorf künftig entschärfen?

Rangsdorf ist ein wachsender Ort, aber auch die Stadt Zossen. Die B 96 ist für den zunehmenden Verkehr nicht ausgebaut. Lösungsvorschläge für den Ausbau der Kreuzung Kienitzer Straße / B 96 am Südringcenter werden am 19. September 2019 in einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Langfristig wird weder der Kreuzungsausbau noch eine Ortsumgehung der B 96 um Groß Machnow die Probleme lösen. Neben einer Ortsumgehung der B 96 um Zossen, mit Anbindung an die A 13, ist eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs nötig, bei Nutzung der zugesagten Mitfinanzierung der Investoren. Die Hauptverkehrsstraßen Kienitzer und Großmachnower Straße sind auszubauen, sowie der Anschluss nach Pramsdorf zu bauen. Neben einer baulichen Verbesserung der Attraktivität des Radverkehrs im Ort sind auch die Radwege nach Dahlewitz (Gewerbegebiet), nach Brusendorf (ab Klein Kienitz) und nach Mittenwalde (ab Groß Machnow) wichtig für eine Vermeidung von individuellen Verkehr mit Autos.

Wie wollen Sie für mehr Kita-Plätze in der Gemeinde sorgen?

In Rangsdorf wurden jährlich im Schnitt 15 bis 20 zusätzliche Kita-Plätze neu geschaffen. Anders als in Nachbarkommunen deckt Rangsdorf deshalb den Bedarf an Kita-Plätzen für die eigenen Einwohner. Der Neubau der Kita in der Heinestraße wird zur Bedarfsdeckung noch bis 2021 reichen. Im nächsten Jahr ist durch die Gemeindevertretung zu entscheiden, ob an eine Einrichtung angebaut wird oder eine Neue gebaut wird.

Bürgermeisterwahl in Rangsdorf

Die Bürgermeisterwahl in Rangsdorf findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt. Von 8 bis 18 Uhr haben Rangsdorfer Zeit, einem der drei Kandidaten ihre Stimme zu geben.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Klaus Rocher (FDP), Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer), Christian Möller (Allianz für Rangsdorf).

Der neue Bürgermeister ist laut Kommunalwahlgesetz gewählt, wenn am 1. September einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent aller Stimmen erhält.

Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Die MAZ hat ihre Leser aufgerufen, Fragen an die drei Kandidaten zu formulieren. Die Fragen finden sich in den Interviews mit den Kandidaten wieder. Die MAZ hat darüber hinaus weitere Fragen ergänzt.

Allen Kandidaten sind die Fragen zeitgleich schriftlich zugegangen und sie haben identische Längenvorgaben für ihre Antworten bekommen.

Dass Antworten zum Teil unterschiedliche lang sind, liegt daran, dass alle drei selbst gewichten konnten, wieviel Platz sie für die jeweiligen Antworten nutzen möchten – immer im vorgegebenen Gesamtumfang.

Bürgernähe ist ein wichtiges Thema. Wie wollen Sie diese in Ihrer Amtszeit gewährleisten?

Bürgernähe – nicht zu verwechseln damit, den Bürgern jeden eigenen Wunsch zu erfüllen – praktiziere ich seit vielen Jahren. Neben regelmäßigen Einwohnerversammlungen und thematischen Workshops gehört dazu, dort hinzugehen, wo ich Bürger treffe. Deshalb bin ich oft auch an den Wochenenden auf Vereinsfesten oder zu Jubiläen unterwegs. Bürgernähe ist aber auch ein offenes Rathaus- wo zu den Sprechzeiten oder nach Terminvereinbarung die Bürger ihre Anliegen mit der / dem jeweils zuständigen Bearbeiter/in besprechen können.

Wie stehen Sie zum Erhalt der noch nicht bebauten Flächen wie z.B. hinter den Netto-Märkten und weiterer Grünflächen, die noch nicht als Bauland ausgewiesen sind?

Für diese Grünflächen sehe ich in der nächsten Wahlperiode keine Notwendigkeit zur Bebauung.

Wollen Sie die Baumsatzung ändern? Soll man alte Bäume im eigenen Garten fällen dürfen, wenn man dafür neue pflanzt?

Über die Änderung der Baumschutzsatzung soll ein breiter öffentlicher Dialog geführt werden. Der Termin für einen Workshop zu dem Thema am 2. Oktober steht schon. Generell sind, auch im Zuge des Klimawandels, große Bäume wichtiger als gerade neu gepflanzte. Anderseits muss man wegen der vielen Stürme die Ängste der Bürger berücksichtigen. Hier ist im Einzelfall ein Ausgleich zu suchen.

Wie wollen Sie den Rangsdorfer See retten?

Für die Sanierung des Rangsdorfer Sees sind ohne Erfolg vor 25 Jahren circa sieben Millionen Euro ausgegeben worden. Deshalb ist genau zu untersuchen, was sinnvoll ist. Diese Untersuchungen wurden vor einigen Jahren neu begonnen.

Was ist Ihre Vision für Rangsdorf 2030?

Rangsdorf soll noch mehr ein lebens- und liebenswerter Wohn- und Arbeitsort im Grünen werden.

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