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Rangsdorf Oliver Scharfenberg antwortet auf Fragen der MAZ-Leser
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17:31 29.08.2019
Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer), Quelle: privat
Rangsdorf

Oliver Scharfenberg kandidiert am Sonntag erstmals als Bürgermeister von Rangsdorf

Wie wollen Sie die Verkehrssituation in Rangsdorf künftig entschärfen?

Wir müssen die Hauptstraßen sanieren und benötigen mindestens eine weitere Ortszufahrt. Wir müssen uns über die Mobilität von morgen Gedanken machen und eine Ladeinfrastruktur aufbauen. Wir müssen versuchen durch die angekündigte S-Bahnanbindung mehr Verkehr auf den ÖPNV zu verlagern.

Wie wollen Sie für mehr Kita-Plätze in der Gemeinde sorgen?

Aufgrund des Zuzugs müssen wir die Aufstockungspotentiale in den bestehenden Kitas prüfen und soweit dies nicht möglich ist, neue Kitas bauen oder bauen lassen.

Bürgernähe ist ein wichtiges Thema. Wie wollen Sie diese in Ihrer Amtszeit gewährleisten?

Ich werde mehr Bürgerdialoge durchführen, mehr Bürgerbefragungen umsetzen und bin für die Einführung eines Bürgerhaushalts. Eine Rangsdorf-App wird eine Vielzahl an Informationen bieten. So können Sie einen Kanal abonnieren und erhalten damit die gewünschten Informationen z.B. über Baustellen, Umleitungen, Termine oder Beschlüsse der Gemeindevertretung auf Ihr Handy. Auch eine Erinnerung an das Herausstellen der Mülltonnen und Abstimmungen können damit umgesetzt werden.

Bürgermeisterwahl in Rangsdorf

Die Bürgermeisterwahl in Rangsdorf findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt. Von 8 bis 18 Uhr haben Rangsdorfer Zeit, einem der drei Kandidaten ihre Stimme zu geben.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Klaus Rocher (FDP), Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer), Christian Möller (Allianz für Rangsdorf).

Der neue Bürgermeister ist laut Kommunalwahlgesetz gewählt, wenn am 1. September einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent aller Stimmen erhält.

Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Die MAZ hat ihre Leser aufgerufen, Fragen an die drei Kandidaten zu formulieren. Die Fragen finden sich in den Interviews mit den Kandidaten wieder. Die MAZ hat darüber hinaus weitere Fragen ergänzt.

Allen Kandidaten sind die Fragen zeitgleich schriftlich zugegangen und sie haben identische Längenvorgaben für ihre Antworten bekommen.

Dass Antworten zum Teil unterschiedliche lang sind, liegt daran, dass alle drei selbst gewichten konnten, wieviel Platz sie für die jeweiligen Antworten nutzen möchten – immer im vorgegebenen Gesamtumfang.

Wie stehen Sie zum Erhalt der noch nicht bebauten Flächen wie z.B. hinter den Netto-Märkten und weiterer Grünflächen, die noch nicht als Bauland ausgewiesen sind?

Wir müssen erst unsere Hausaufgaben im Bereich der Infrastruktur machen, bevor neue, große Baufelder erschlossen werden (siehe www.oliver-scharfenberg.de) .

Wollen Sie die Baumsatzung ändern? Soll man alte Bäume im eigenen Garten fällen dürfen, wenn man dafür neue pflanzt?

Wir müssen für eine Verjüngung des Baumbestandes sorgen. Dies bedingt auch alte Bäume fällen zu dürfen, um diese durch neue zu ersetzen. Damit sich keine großen Schneisen bilden sollte man mittels eine Quote vorgehen und auf eine nachhaltige Erneuerung des Baumbestandes setzen. Neue Bäume sollten zum Klimawandel passen und auch längere Trockenheit überstehen. Wir müssen die Bürger bei der Festlegung von neuen Regeln beteiligen und so eine Lösung schaffen, die eine hohe Akzeptanz genießt.

Wie wollen Sie den Rangsdorfer See retten?

Umwandlung von Ackerland in Grünland, um sog. Gewässerschutzstreifen zu schaffen und damit Phosphoreinträge zu reduzieren. Die Kanäle ausbaggern, Sedimente entfernen, mehr Wasser in den See bekommen und das Wasser länger im See halten und dauerhaft Phosphor fällen. Ein sehr großes Projekt, bei dem das Land Brandenburg den größten Teil der Kosten übernehmen muss. Die Rettung wird nie fertig werden und ein dauerhaftes Projekt sein.

Was ist Ihre Vision für Rangsdorf 2030?

Rangsdorf hat neue Unternehmen in seinem Gewerbegebiet und verfügt über deutlich höherer Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Die Gemeinde investiert aus den sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen in Bildung, Infrastruktur, Umwelt, Freizeit Solarenergie und den Bau eigener Wohnungen, um sich langfristig unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen der Steuereinnahmen zu machen. Die S-Bahn fährt schon einige Jahre bis nach Rangsdorf. Der Zustand des Rangsdorfer Sees hat sich gebessert, da das Land Brandenburg kräftig investiert hat. Am See finden regelmäßig Veranstaltungen im sanierten Strandbadkomplex statt. Rangsdorf gilt als einer der attraktivsten Orte in Brandenburg.

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