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Rangsdorf DRK und ASB unter einem Dach
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf DRK und ASB unter einem Dach
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00:34 16.04.2018
In dem Haus an der Seebadallee 9 in Rangsdorf ist künftig neben der ASB-Tagespflege und dem Seniorentreff auch das Haus der Familie des DRK untergebracht. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Ab sofort sind die Angebote des ASB und des DRK in Rangsdorf unter einem Dach. Am Mittwoch zog das FiZ Haus der Familie vom Jütenweg in die Seebadallee 9 um. Ganz freiwillig geschah der Umzug nicht. Mitte März hatte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) das Obergeschoss des FiZ-Hauses sperren lassen, weil die Brandschutzauflagen nicht erfüllt waren.

„Wir sind froh, dass wir so schnell eine Lösung gefunden haben, die im Sinne der Nutzer ist“, sagt DRK-Sprecherin Katrin Tschirner. Deutsches Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund seien sich schnell einig geworden, dass sie in der Not zusammenrücken.

Fast alle Angebote ab sofort an der Seebadallee

Sämtliche Angebote finden nun im Untergeschoss des Hauses an der Seebadallee statt. Nur die Kurse für Yoga und Gesundheitssport treffen sich noch in den bisherigen Räumen im Jütenweg.

Durch die schnelle Lösung für das FiZ wollten sich die Mitglieder des Sozialausschusses am Dienstag nicht von einem Vorschlag des Bürgermeisters drängen lassen. Dieser hatte vorgeschlagen, ein Mehrgenerationenhaus auszuschreiben, in dem neben dem Haus der Familie auch der Seniorentreff, der Jugendclub und das Bücker- und Eissegelmuseum unterkommen sollen.

95 000 Euro jährliche Miete will die Gemeinde für das maximal 800 Quadratmeter große Objekt aufbringen. Als Laufzeit sind zehn bis zwölf Jahre gedacht.

Laute Musik und Stricken – „Pädagogischer Unsinn“

Detlef Schlüpen (SPD) hält die Kombination der Angebote für problematisch: „Wenn Jugendliche laut Musik hören oder Kicker spielen und nebenan Senioren stricken, ist das pädagogisch unsinnig.“ Die vom Bürgermeister unter dem Begriff Mehrgenerationenhaus zusammengefassten Einheiten richteten sich an unterschiedliche Zielgruppen.

Für ein vernünftiges Miteinander brauche es ein inhaltlich abgestimmtes Konzept eines Trägers. Der Bürgermeister hielt dagegen: „Es ist sinnvoll, die Angebote unter einem Dach zu vereinen, um Synergieeffekte nutzen zu können.“ Mit ihrer Ausschreibung suche die Gemeinde nach einem Träger für ein solches Konzept. Möglicherweise, so Rochers Wunsch, beteiligen sich ASB oder DRK an einer solchen Ausschreibung.

Mehrgenerationenhäuser funktionieren woanders aus

Katharina Claus (Linke) stellte sich hinter den Vorschlag des Bürgermeisters. „Mehrgenerationenhäuser funktionieren auch in anderen Gemeinden. Warum dann nicht bei uns?“, so Claus. Die Idee des Bürgermeisters, ein solches Gebäude nahe der Seebadallee und maximal 500 Meter vom Bahnhof zu errichten sei sinnvoll.

Ihr Fraktionskollege Peter Wetzel kam jedoch zu der Überzeugung: „Wir können uns derzeit so eine neue Aufgabe nicht leisten.“ Zudem sei es fraglich, ob ein Grundstück im Rangsdorfer Zentrum überhaupt zur Verfügung stehe. Er und Detlef Schlüpen riefen erneut den geplanten Hortbau ins Gedächtnis, der im Augenblick das wichtigste Projekt sei und zu dem sich eine Mehrheit der Gemeindevertreter bekannt hätten. Sie versuchten, Klaus Rocher zu überzeugen, die Vorlage zurück zu ziehen, worauf dieser sich nicht einließ.

Ausschuss stimmt für Änderungsvorschlag

Der Ausschuss stimmte mehrheitlich für einen Antrag von Detlef Schlüpen. Der Bürgermeister soll mit ASB und DRK Verträge für eine gemeinsame Nutzung der Seebadallee 9 aushandeln. Derzeit hat die Gemeinde dort 290 Quadratmeter für den Seniorentreff gemietet. Ein Mehrgenerationenhaus soll erst ausgeschrieben werden, wenn ein inhaltliches Konzept und ein Träger gefunden sind. Melanie Eichhorst (FDP) regte ein Interessenbekundungsverfahren an.

Das FiZ Haus der Familie im Rangsdorfer Jütenweg steht künftig leer. Es genügt nicht mehr den modernen Brandschutzvorschriften. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird es abgerissen. Quelle: Christian Zielke

Von Christian Zielke

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