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Rangsdorf Tierische Unterstützung: Kamel „Klausi“ demonstriert gegen drohende Schließung
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00:19 21.05.2019
Der Betreiber des "Kinderparadies" in Rangsdorf demonstriert gegen die drohende Schließung seines Freizeitparks Quelle: Jonas Nayda
Rangsdorf

Klausi ist 15 Jahre alt und wiegt 800 Kilo. Am Sonnabend stand er vor dem Rangsdorfer Bahnhof und demonstrierte gemeinsam mit rund 50 Menschen gegen die drohende Schließung des Rangsdorfer Freizeitparks „Kinderland“.

Die Demonstranten versammelten sich am Sonnabend vor dem Rangsdorfer Bahnhof Quelle: Jonas Nayda

Klausi ist ein mongolisches Steppenkamel, das auf dem Hof von Michael Wolf lebt. Er ist sehr zahm und lässt sich gerne von Kindern streicheln. Doch wenn das Kinderparadies dauerhaft geschlossen wird, muss Klausi sich wahrscheinlich ein neues Zuhause suchen.

Probleme mit Genehmigungen

Die Baubehörde des Landkreises verlangt von Michael Wolf eine Genehmigung für den Freizeitpark, in dem mehrere Tiere leben und einige Hüpfburgen aufgebaut sind. Die Genehmigung stellt Wolf jedoch vor Probleme. Seiner Meinung nach ist keine seiner Anlagen genehmigungspflichtig.

Nicht nur ein Kamel sondern auch zwei Ponys liefen bei dem Protesmarsch mit. Quelle: Jonas Nayda

„Ich habe alles versucht. Aber offensichtlich will man kein Kinderparadies in Rangsdorf“, sagt Michael Wolf. Auch beim Rangsdorfer Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) habe er schon um Hilfe gebeten, doch der kann ihm nicht helfen.

Bürgermeister ist nicht zuständig

Auf MAZ-Nachfrage erklärt Rocher, dass er das Kinderparadies unterstützen würde. Für eine Baugenehmigung sei er allerdings nicht zuständig. „Die Demo müsste in Luckenwalde vor dem Kreishaus stattfinden“, sagt er.

Der Betreiber des "Kinderparadies" in Rangsdorf demonstriert gegen die drohende Schließung seines Freizeitparks Quelle: Jonas Nayda

Kamel Klausi und die 50 Demonstranten ziehen am Sonnabend schweigend am Rangsdorfer Rathaus vorbei. Viele Kinder laufen mit. Sie halten Schilder hoch, auf denen steht: „Wenn man Interesse für etwas hat Herr Bürgermeister & Landkreis TF hätte man bestimmt eine Lösung gefunden!“ oder „Eine Bereicherung für Rangsdorf und Umgebung“.

Ob das Kinderparadies dauerhaft geschlossen werden muss, steht noch nicht fest. Michael Wolf hat sich an einen Architekten und an einen Anwalt gewandt.

Von Jonas Nayda

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