Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rangsdorf Himmlisch wie eine Harfe
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Himmlisch wie eine Harfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:34 27.10.2019
Spielen die Finger mit? Es braucht schon einige Übung, um einer Harfe Töne zu entlocken. Die Konzertgäste konnten es selbst ausprobieren. Quelle: Marina Ujlaki
Rangsdorf

Behutsam, teils zaghaft wagen sich einige Besucher am Sonnabend nach dem Konzert in der Rangsdorfer Dorfkirche selbst an eine Harfe. Können sie dem edlen Instrument, das in alten Geschichten oft von Engeln, Königen oder mystischen Wesen gespielt wurde, selbst ein paar brauchbare Töne entlocken?

Eine Gelegenheit, die wertvollen Instrumente einmal selbst anzufassen, ergibt sich wohl selten. Doch Musikerin Dagmar Flemming hatte das Publikum ausdrücklich dazu ermutigt. Die Solo- und Konzertharfenistin sowie der Sänger und Harfner Sören Wendt gaben Samstagabend ein Doppelharfenkonzert. Das frisch renovierte, evangelische Gotteshaus im Herzen der Gemeinde war fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Kein Wunder, denn neben den Harfenklängen ziehen Lieder und Geschichten aus dem hohen Norden sowie keltische Musik und Mythen nach wie vor viele Zuhörer in ihren Bann.

Mit seiner böhmischen Wanderharfe, der Rahmentrommel und seinem Gesang brachte Sören Wendt in der alten Tradition der Barden skandinavische Harfenmusik und nordische Lieder zu Gehör. Unter dem Motto „Udkig mod norden – Ausblick gen Norden“ lud er die Gäste auf eine musikalische Reise durch Dänemark, Finnland und Schweden ein.

Skandinavische Folkmusik aus alter und neuer Zeit gehörten dabei ebenso zu seinem Programm wie ein Oktoberlied aus dem Gesangbuch der dänischen Heimvolkshochschule oder eine finnische Volksweise, indes verfremdet mit Tango-Rhythmen. Dabei erfuhren die Zuhörer auch etwas über die Herkunft der Wanderharfe, die einst unter anderem von Harfenmädchen aus der wirtschaftlich armen Region Böhmens gespielt wurde.

Dagmar Flemming gastierte in Rangsdorf mit ihrem Programm „Vom Roten Drachen und Zauberharfen“ und verknüpfte dabei keltische Musik mit einer Reise durch die keltische Sagenwelt. Es erklangen unter anderen walisische, englische, schottische und bretonische Traditionals, interpretiert auf Originalinstrumenten wie der keltischen Hakenharfe und der walisischen dreireihigen Harfe.

Der Klang der walisischen Triple Harp ist mit ihren über 100 Saiten ebenso einzigartig wie die walisische Sprache. Ihre ruhigen, mystischen Töne erinnern an Bilder von grünen, Landschaften in geheimnisvollem Nebel. Passend dazu fesselte Dagmar Flemming die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit Anekdoten, Mythen und Legenden aus der Welt der vergessenen Kelten – so von Elfen, Druiden und dem berühmten Zauberer Merlin. „Man muss nicht Dänisch, Finnisch oder Walisisch können, um diese Musik zu genießen, das hat dieser Abend gezeigt“, meinte Wolfgang Buck, Vorsitzender des Rangsdorfer Kulturvereins zum Abschluss. Der Verein hatte das besondere Liebhaberkonzert mit selten zu hörender Musik veranstaltet.

Von Marina Ujlaki

Ein VW-Fahrer hat am Dienstagmorgen auf der A 10 nahe Rangsdorf zu spät bemerkt, dass das Auto auf dem Beschleunigungsstreifen vor ihm gestoppt hatte. Der Mann fuhr auf. Dabei wurde ein 32-Jähriger verletzt.

23.10.2019

Sie hatten Großes vor, wollten tolle Events bieten. Zerstörung, Diebstähle und Lärmbeschwerden stoppten ihre Vision. Könnte eine Umzäunung des Strandbads Rangsdorf das Lido retten?

18.10.2019

Die Gemeinde Rangsdorf plant eine neue Straße, die von der Seebadallee bis nach Pramsdorf verlaufen soll. Sie soll das Bücker-Gelände erschließen und mit einer Überquerung Ost und West verbinden – auch mit einem Fußgängertunnel.

18.10.2019